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heise+ | Bit-Rauschen: Ein geheimes Start-up für x86-Technik und DRAM-Chips aus China
Ein US-Start-up arbeitet wohl an x86-Chips. DRAM aus China bringt viel Geld, aber auch Streit – und hat deutsche Wurzeln. Intel investiert in der EU.
Die bisher im Geheimen arbeitende Start-up-Firma RosaicLabs scheint einen x86-Prozessor mit KI-Rechenwerken zu entwickeln. Dazu hat RosaicLabs angeblich Baupläne für Prozessoren der Baureihe „Atom“ von Intel gekauft. Der RosaicLabs-CEO Amarjit Gill ist auch einer der Risikokapitalgeber sowie ein langjähriger Bekannter von Intel-Chef Lip-Bu Tan. Und es gibt möglicherweise sogar eine Verbindung zur c’t: Der x86-Experte Christian Ludloff, der für AMD, Transmeta und später Google tätig war, hat in den 1990er-Jahren zwei Artikel in c’t veröffentlicht.
Ludloff betreibt außerdem die Website sandpile.org. Auf seinem LinkedIn-Profil beschreibt er seine aktuelle Beschäftigung, indem er ein Rosen-Emoji mit den chinesischen Schriftzeichen für „Söldner“ kombiniert – das könnte andeuten, dass er freiberuflich für Rosaic arbeitet. Und auf der Linux-Kernel-Mailingliste machte er Andeutungen zu Prozessoren mit sehr vielen KI-Rechenwerken vom Intel-Typ Advanced Matrix Extensions (AMX).
DRAM-Speicherchips mit politischer Sprengkraft produziert das erst zehn Jahre alte chinesische Unternehmen ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT. Der unersättliche RAM-Hunger der KI-Rechenzentren bescherte CXMT nicht nur enorme Gewinne, sondern einen spektakulären Börsengang: Die Aktie schoss im Verlauf des Ausgabetags um 466 Prozent von 8,66 auf 49 Yuan hoch, also umgerechnet von etwa 1,12 auf 6,35 Euro. Dadurch wurde CXMT aus dem Stand zu einem der wertvollsten Unternehmen in China. Wegen der knappen RAM-Chips will auch Apple bei CXMT einkaufen, doch dagegen protestieren republikanische US-Politiker. Denn CXMT steht auf der Embargoliste des US-Verteidigungsministeriums – unten mehr dazu.
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