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BVR-Prognose: Niedrigwasser bremst Konjunktur nur vorübergehend
Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr stärker wachsen - davon geht zumindest der Verband der Genossenschaftsbanken aus. Das Niedrigwasser werde die Erholung nur kurzfristig bremsen.
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) blickt deutlich optimistischer als bisher auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten: Der Genossenschaftsbankenverband hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben, von bislang 0,5 auf 1,0 Prozent.
Der BVR verwies auf "eine spürbare Belebung der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland trotz anhaltender geopolitischer und klimatischer Belastungen". So bremsten das Niedrigwasser im Rhein und die Hitzewelle "die Erholung der Wirtschaft nur vorübergehend", erklärte BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley.
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Zugleich hätten sich in den vergangenen Monaten "die Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur nach mehreren Jahren der Schwäche verdichtet". Bley nannte drei Wachstumsquartale in Folge, verbesserte Frühindikatoren und eine Aufwärtsrevision früherer Daten zum Bruttoinlandsprodukt.
Die BVR-Ökonomen sehen demzufolge steigende Exporte, eine allmähliche Belebung der Industrie und eine "zunehmende Dynamik" im Baugewerbe. "Vor allem die staatlichen Investitionsprogramme in den Bereichen Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz dürften der Wirtschaft in den kommenden Quartalen zusätzliche Wachstumsimpulse verleihen", ergänzten sie.
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Aktuell führe das Niedrigwasser zu Lieferkettenstörungen und erhöhe die Logistikkosten. "Nach unserer Einschätzung dürfte die gesamtwirtschaftliche Belastung aber zeitlich begrenzt bleiben", erklärte Bley. "Sollte sich die Pegelsituation in den kommenden Wochen normalisieren, dürfte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal preisbereinigt wieder leicht zunehmen."
Allerdings blieben die Risiken für die deutsche Wirtschaft erheblich, gibt Bley zu bedenken: "Eine längere Störung wichtiger Handelsrouten, eine erneute Verschärfungen in der US-Handelspolitik oder ein deutlicher Anstieg der Energiepreise könnten den Aufschwung abbremsen."
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