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KI in der Schule: Dänemark geht einen neuen Weg
von André Westphal
18. Aug. 2026 |
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Künstliche Intelligenz (KI) in der Schule ist ein komplexes Thema. Einerseits sollen die Schüler den Umgang damit erlernen. Dazu gehört nicht nur, mit den passenden Prompts zu arbeiten, sondern auch Aussagen von Chatbots kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu prüfen. Andererseits sollen Schüler natürlich in der Schule lernen, Aufgaben selbst zu bearbeiten und daraus Wissen abzuleiten, statt ihre Tasks stumpf an die KI zu dirigieren. In Dänemark gelten seit dem frischen Start ins neue Schuljahr daher verschärfte Regeln – ein Vorbild für Deutschland?
Dänemark musste besonders dringend auf den Einfluss von KI im Schulsystem reagieren, weil die Digitalisierung dort wesentlich weiter fortgeschritten ist als z. B. in Deutschland. Selbst Prüfungen werden bei unseren Nachbarn teilweise komplett digital abgelegt. Bücher sind an vielen Schulen fast komplett aus dem Unterrichtsgeschehen entschwunden, während Notebooks und Tablets dominieren. Auch KI will man dort nicht verbannen, den Umgang damit jedoch stärker kontrollieren und in die richtigen Bahnen lenken.
So konstatiert der zuständige Bildungsminister Magnus Heunicke, dass künstliche Intelligenz bedauerlicherweise von einigen Schülern missbraucht werde (via Tagesschau). Als Gegenmaßnahmen setzen weiterführende Schulen wie Gymnasien bald während Prüfungen Überwachungssoftware ein. Zudem wird der Zugriff auf KI-Dienste während der Tests auf KI-Dienste gesperrt. Auch sollen Hausaufgaben verstärkt in der Schule unter kontrollierten Bedingungen erledigt werden statt zu Hause.
Ebenfalls führt Dänemark ein, dass eine größere Abschluss-Hausarbeit nicht nur schriftlich abgegeben werden darf, sie muss zusätzlich mündlich vorgestellt bzw. verteidigt werden. So will man feststellen können, wenn ein Schüler sich nicht wirklich mit dem Thema befasst hat. Das alles soll KI aber nicht verteufeln oder aus der Schule heraushalten. Vielmehr will man den Schülern beibringen, sich selbst in Themen einzuarbeiten und dennoch moderne Technologien zu nutzen – aber eben nicht als Ersatz für das eigene Verständnis, sondern als Erweiterung.
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