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Starship nach über drei Wochen im Indischen Ozean geborgen
Ende Juli wasserte das Starship im Indischen Ozean. Überraschenderweise überlebte es den Aufprall und konnte geborgen werden.
Starship im Schlepp eines Bergungsschiffs: Untersuchung in ruhigeren Gewässern
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Bei seinem letzten Flug im Juli ist das Starship intakt in den Indischen Ozean gestürzt. Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat das Raumschiff gefunden und geborgen.
24 Tage nach dem Start habe ein Rettungsteam das Starship geborgen, teilte SpaceX über den Kurznachrichtendienst X mit. Das Raumschiff wurde mit Schwimmern stabilisiert und von einem Schiff zur Weihnachtsinsel geschleppt, einer zu Australien gehörenden Insel südlich der Westspitze Javas.
Der 13. Start des Starship fand am 24. Juli statt. Nach der Trennung von der Erststufe Super Heavy flog die Oberstufe Starship bis über den Indischen Ozean, wo sie abstürzte und wasserte. Anders als die Vorgänger, die den Absturz nicht überstanden, blieb dieses Starship intakt.
Ein Team von Technikern ist laut SpaceX unterwegs zur Weihnachtsinsel, um das Starship „in ruhigerem Gewässer“ zu untersuchen. Von besonderem Interesse dürfte dabei der Hitzeschild sein, der aus rund 18.000 keramischen Kacheln besteht, ähnlich denen, die die Space Shuttles bei Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schützten.
Wie bei den Space Shuttles ist auch der Hitzeschild des Starship eine Schwachstelle. Die US-Raumfahrtbehörde NASA musste sie nach jedem Flug kontrollieren und bei Bedarf austauschen, und dennoch führte ein Defekt am Hitzeschild 2003 zum zweiten großen Space-Shuttle-Unglück. Dennoch hat SpaceX-Chef Elon Musk bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen Anfang August erklärt, das Problem des Hitzeschilds sei gelöst.
SpaceX will das Raumfahrzeug nach eigenen Angaben zurück zur Starbase im US-Bundesstaat Texas transportieren. Wie SpaceX sich das vorstellt, ist noch unklar: Das Starship ist immerhin über 52 Meter lang und hat einen Durchmesser von 9 Metern.
In der Kombination mit der Erststufe Super Heavy ist das Starship die größte bisher gebaute Rakete. Die aktuelle Version misst 124 Meter. Der Flug im Juli war der zweite des Starship V3 und der 13. insgesamt. Das Starship soll bei künftigen Flügen zum Mond eingesetzt werden. Zudem will SpaceX damit zum Mars fliegen. Das Raumfahrzeug ist wiederverwendbar. Dass das jetzt geborgene noch einmal eingesetzt wird, ist allerdings nach drei Wochen im Salzwasser unwahrscheinlich.