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Steam Machine für über 1.000 Euro: Valve erklärt den frustrierenden Preis und Hardware-Engpässe
Im Interview äußern sich die Ingenieure Yazan Aldehayyat und Lawrence Yang zu den geringen Stückzahlen zum Launch und der grassierenden RAM-Krise.
Der Preis der Steam Machine ist "deutlich höher", als Valve es sich für den Launch gewünscht hätte. Wie das Unternehmen gegenüber Eurogamer erklärte, konnte es zudem nicht so viele Exemplare des neuen konsolenartigen PCs herstellen wie ursprünglich geplant.
Diese Aussagen machte Valve in einem Interview mit mir, noch vor der heutigen Bekanntgabe von Preis und dem ungefähren Release-Datum der Steam Machine. Die wichtigste Erkenntnis: Selbst in der günstigsten Speicherausstattung kostet die Steam Machine über 1.000 Euro. Wenn ihr sie zusammen mit einem Steam Controller kauft, ähnlich wie eine Konsole mit Controller, landet ihr bei 1.108 Euro.
Zum Vergleich: Sonys PlayStation 5 Pro – die derzeit teuerste Konsole, die zudem leistungsstärker als die Steam Machine ist – kostet 900 Euro. Wir sind also weit entfernt von den spekulierten "400 Dollar samt Controller", von denen bei der Ankündigung der Steam Machine im vergangenen November noch die Rede war.
Grund für den hohen Preis ist die anhaltende Bauteilknappheit, ausgelöst durch die immense Nachfrage von KI-Rechenzentren. Als hätte Valve geahnt, dass es Erklärungsbedarf gibt, ging das Unternehmen direkt nach der Preisenthüllung auf genau dieses Problem ein: "Unser ursprüngliches Ziel für den Preis der Steam Machine ist nicht mehr realisierbar."
Valve wollte mir zwar nicht verraten, wie dieser ursprüngliche Preis aussah, aber Ingenieur Yazan Aldehayyat bestätigte, dass er nun "deutlich höher" ausfällt. Er fügte hinzu: "Es ist schwierig, weil wir eigentlich nie einen offiziellen Preis oder etwas in der Art hatten. Wir hatten zwar einige Vorstellungen, aber das lässt sich nur schwer in Zahlen fassen."
An dieser Stelle warf Lawrence Yang, User-Interface-Designer für die Steam Machine (und zuvor für das Steam Deck sowie die HTC Vive), ein, dass das Steam Deck ein guter Vergleichswert für Valves ursprüngliche Preisvorstellung sei. Aldehayyat stimmte zu: "Das ist ungefähr der Bereich, in dem wir uns bewegt hätten."
Zur Einordnung: Das Steam Deck OLED mit 512 GB kostet 779 Euro, die Version mit 1 TB liegt bei 919 Euro. Im Gegensatz dazu kostet die Steam Machine mit 512 GB 1.039 Euro. Eine 1-TB-Option gibt es zwar nicht, aber die Variante mit 2 TB schlägt mit satten 1.359 Euro zu Buche.
Im eigenen Blogpost erklärte das Unternehmen, man habe bereits 2023 mit der Beschaffung von Komponenten für die Steam Machine begonnen – noch vor Beginn der Bauteilknappheit. Damals ging Valve jedoch noch davon aus, dass die Preise sinken würden. Diese Annahme basierte auf "jahrelangen Daten über die Preisentwicklung von PC-Hardware". Aber genau das passierte offensichtlich nicht. Mit anderen Worten: Valve hat zu lange gewartet.
Doch wie sehr war sich Valve der Preisproblematik bei den Komponenten bewusst, als die Steam Machine im November angekündigt wurde? Engpässe bei Arbeitsspeicher und SSDs waren damals schon ein klares Thema. In jenem Jahr gab es bereits mehrere Preiserhöhungen für Konsolen, gepaart mit zahlreichen Zollproblemen. Die Lage war ernst genug, dass ich einen Bericht darüber verfasste, in dem mir verschiedene Experten bestätigten: "Die Rolle der Konsole verändert sich."