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Vermögensungleichheit leicht gesunken - bleibt auf hohem Niveau
Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie seit der Finanzkrise nicht größer geworden - sie ist sogar leicht gesunken. Trotzdem sind Vermögen hierzulande ungleich verteilt.
In Süddeutschland sind die Vermögen höher und gleichmäßiger verteilt als in anderen Teilen Deutschlands. Die geringsten Vermögenswerte sind in Ostdeutschland zu beobachten, was unter anderem an einer geringeren Wohneigentumsquote liegt. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) hervor, über die die Süddeutsche Zeitung berichtet. "Für die individuelle Vermögensbildung der Mittelschicht spielt der Erwerb von Wohneigentum noch immer eine zentrale Rolle", heißt es in der Studie.
Gleichzeitig ist die relative Ungleichheit der Vermögensverteilung in Deutschland seit der Finanzkrise 2008 leicht zurückgegangen. Laut Studie ist die Vermögensungleichheit zwar von Ende der 90er Jahre bis zur Finanzkrise 2008 gestiegen, seither sei die Entwicklung jedoch leicht rückläufig. Als Gründe nennen die Autoren unter anderem die kräftigen Zuwächse bei den Realeinkommen und die gesunkene Verschuldung vieler Bürger durch die Niedrigzinsphase nach der Krise.
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Denn die nominalen, aber auch die realen Vermögen sind in Deutschland demzufolge in allen Vermögensbereichen über die letzten 15 Jahre gestiegen. Und das trotz inflationsbereinigter Rückgänge während der Hochinflationsphase in den Jahren 2022 und 2023.
Und auch der Anstieg der mittleren realen Vermögen in Deutschland fällt im europäischen Vergleich überdurchschnittlich stark aus. Gleichzeitig ist das Medianvermögen, welches die Bevölkerung in zwei gleich große Hälften teilt, eher gering. Das ist ein Hinweis auf eine dennoch eher hohe Vermögensungleichheit.
64 Prozent fänden laut repräsentativer Umfrage eine Rückkehr zur Vermögensteuer richtig.
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Die laut Studie gesunkene Vermögensungleichheit steht im Kontrast zur öffentlichen Wahrnehmung: 81 Prozent, also vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern, sind der Meinung, der wirtschaftliche Wohlstand im Land sei ungerecht verteilt. Nur 15 Prozent halten den Status quo für gerecht.
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