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Circana-Analyse zum US-Markt: Hardware-Ausgaben brechen um 29 Prozent ein
Die Verkäufe physischer Spiele erreichen ein neues Allzeittief, während volle Regale den Einbruch der Konsolenverkäufe im Juli nicht verhindern.
Neue Zahlen der Marktanalysten von Circana zeichnen ein düsteres Bild: Verbraucher geben aktuell deutlich weniger Geld für Gaming-Hardware und Spiele aus als sonst. Der neueste Bericht von Circana beleuchtet den US-Markt im Juli und liefert etliche besorgniserregende Daten.
Im Laufe des Monats verkauften sich sämtliche Konsolenplattformen schlechter als noch im Juli des Vorjahres. Die Ausgaben für Hardware brachen in der Folge um 29 Prozent ein. Dieser Rückgang wiegt sogar noch schwerer, als er auf den ersten Blick wirkt.
Dem Bericht zufolge fielen die Gesamtausgaben für Hardware im Juli auf einen Tiefstand, der nah an den Werten von Juli 2020 liegt – als die pandemiebedingte Bauteile-Knappheit Konsolen zur absoluten Mangelware machte. Doch obwohl Konsolen heute reichlich in den Regalen stehen, erzielen die hohen Preise offenbar denselben Effekt wie leere Lagerbestände.
Der Juli brachte zudem einen weiteren spürbaren Einbruch bei den Ausgaben für physische Spiele mit sich. Die Verkäufe neuer physischer Titel fielen auf ein Allzeittief – solche Zahlen gab es seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1995 noch nie.
Laut dem Bericht flossen im bisherigen Jahresverlauf 32 Prozent der Ausgaben für neue physische Spiele an PlayStation und 63 Prozent an Nintendo. Das ist besonders spannend mit Blick auf Sonys Entscheidung, die Produktion von PlayStation-Discs ab Januar 2028 komplett einzustellen.
Der Rückgang physischer Spieleverkäufe ist kein isoliertes Phänomen. Immer mehr Publisher setzen primär auf digitale Stores, Abonnements und Downloads, was den physischen Retail-Markt zunehmend unter Druck setzt.
Den Spitzenplatz der meistverkauften Spiele im Juli sicherte sich Call of Duty: Black Ops 2 – genauer gesagt der Port, der Mitte des Monats für PS4 und PS5 erschien. Das originale Black Ops startete zeitgleich und landete auf Platz fünf. Es ist auch als Bundle zusammen mit dem zweiten Teil erhältlich. Die hohen Platzierungen überraschen kaum, da sich beide Ports zusammen schätzungsweise 11 Millionen Mal verkauften.
Halo: Campaign Evolved sicherte sich den sechsten Platz der Gesamtwertung. Der Titel tut sich offenbar schwer, auch nur ansatzweise an die Verkaufszahlen der Black-Ops-Ports heranzureichen. Ansonsten finden sich in den Top 10 weitere Neuerscheinungen wie Assassin's Creed Black Flag Resynced, Splatoon Raiders und EA Sports College Football 27.
Die Gesamtausgaben für Spiele, Hardware und Zubehör sanken im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Rückgänge auf dem PC, den Konsolen und auf Mobile-Geräten trugen gleichermaßen zu diesem Dämpfer bei.