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West-Nil-Virus: 157 Fälle in Griechenland gemeldet
Dutzende Menschen haben sich in Südeuropa in den vergangenen Wochen mit dem West-Nil-Virus infiziert. In Griechenland hat sich die Zahl seit Ende Juli vervierfacht, seit Jahresbeginn starben dort 13 Menschen nach einer Infektion.
In Griechenland ist die Zahl der Infektionen mit dem West-Nil-Virus weiter deutlich gestiegen. Landesweit wurden seit Jahresbeginn inzwischen 157 Fälle registriert, 13 Menschen starben laut der Gesundheitsbehörde EODY nach einer Infektion.
Damit hat sich die Zahl der Erkrankungen innerhalb weniger Wochen nahezu vervierfacht. Ende Juli waren noch 42 Fälle gemeldet worden. Neben Griechenland sind vor allem auch Italien, Spanien und Nordmazedonien betroffen. Auch in Deutschland wurden einige wenige Fälle gemeldet.
Eine EU-Behörde warnt: Virusinfektionen durch Mückenstiche könnten zur neuen Realität in Europa werden.
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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im Juli zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen. Für die meisten Menschen bleibt eine Infektion aber folgenlos: Rund 80 Prozent der Infizierten haben keine Beschwerden. Weniger als ein Prozent entwickelt eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems, etwa eine Hirnhautentzündung.
Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Der Epidemiologe und Professor der Universität Athen, Gkikas Magiorkinis, rief im griechischen Fernsehen ERT dazu auf, sich konsequent vor den Mücken zu schützen. Insbesondere sollten Insektenschutzmittel regelmäßig angewendet werden.
Das Robert Koch-Institut rät in Gebieten mit hoher Mückenbelastung zu Mückenschutzmitteln, langer Kleidung und Moskitonetzen vor den Fenstern. Vor allem ältere und vorerkrankte Menschen sollen sich schützen.
Mit Informationen von Astrid Halder, ARD-Studio Athen
Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Mehr West-Nil-Virus-Infektionen in Griechenland | 20.08.2026 | 18:11 Uhr