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Microsoft bestellt großes Gaskraftwerk für KI in Texas
Microsofts KI braucht viel Strom. Für ein neues Rechenzentrum in Texas wird Chevron Erdgas verstromen.
Ein Rechenzentrum Microsofts in Arizona. Die geplante Anlage in Pecos, Texas, soll ähnlich werden.
Microsoft plant mehrere neue, große Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Am Montag hat der Datenkonzern Pläne für ein weiteres solches Rechenzentrum der 2-Gigawatt-Klasse in der westtexanischen Stadt Pecos bekanntgegeben. Die Kleinstadt nimmt für sich in Anspruch, 1883 das weltweit erste Rodeo ausgerichtet zu haben.
Der Strom für die Riesenanlage wird aus Erdgas kommen: Chevron wird 20 Jahre lang Gas und die meisten Gasturbinen liefern; zusätzliche Gasturbinen kommen von einer Caterpillar-Tochter namens Solar Turbines, die entgegen ihrem Namen nichts mit Solarstrom am Hut hat. Der Gaspreis wird laut Chevron nicht den üblichen Marktpreisschwankungen unterliegen, dürfte also fix vereinbart sein. Das Energieunternehmen wird das Gas im großen Permischen Becken, in dem Pecos liegt, fördern.
Bereits 2028 soll die Gasverbrennung für den Stromverbrauch des KI-Rechenzentrums anlaufen. Das Privatkraftwerk soll danach schrittweise auf rund 2,67 Gigawatt Kapazität ausgebaut werden. Zum Vergleich: Das entspricht etwa der Hälfte der gesamten Wasserkraftkapazität der Bundesrepublik Deutschland.
Zur Kühlung des Kraftwerks soll untrinkbares Grundwasser abgepumpt werden. Zur Kühlung des Rechenzentrums möchte Microsoft zwar zunächst Frischwasser einspeisen, dieses dann aber langfristig in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwenden, sodass der laufende Wasserverbrauch unter dem eines typischen Schnellrestaurants liegen werde.
Große Rechenzentren haben so hohen Strombedarf, dass sie häufig einen deutlichen Anstieg der Strompreise für alle Abnehmer in der Region auslösen. Das möchte Microsoft nach eigenen Angaben durch den Bau des Privatkraftwerks vermeiden. Langfristig will Microsoft die Anlage dann aber doch an das öffentliche Stromnetz anschließen.
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