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Doom auf der DSLR und Parrs Vermächtnis – die Fotonews der Woche KW 34
Von Kameras, die Ballerspiele rendern, über Ehrungen für Fotolegende Martin Parr bis zu Quartalszahlen der großen Hersteller.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Dass „Doom“ auf so ziemlich allem läuft, was ein Display hat, ist in der Tech-Szene längst zum Insiderwitz geworden. Schwangerschaftstests, Taschenrechner, sogar Geldautomaten – alles musste schon mal für den Ego-Shooter herhalten. Jetzt hat es eine Canon EOS 550D erwischt und das Resultat ist erstaunlich gut spielbar.
Ein Programmierer namens Lauris hat den Klassiker von 1993 tatsächlich auf einer Canon EOS 550D zum Laufen gebracht. Die Kamera stammt aus dem Jahr 2010, hat einen 3 Zoll kleinen Bildschirm und liefert dank der Open-Source-Firmware Magic Lantern genug Rechenpower für pixelige Dämonen. Gesteuert wird über die Kameraknöpfe und selbst Sound ist mit dabei (Youtube).
Natürlich wird niemand ernsthaft auf einer DSLR zocken. Trotzdem zeigt das Projekt, wie viel ungenutztes Potenzial in unseren Kameras schlummert. Und es führt vor Augen, dass Magic Lantern seit Jahren Funktionen freischaltet, die Canon selbst nie eingebaut hat. Wer noch eine alte 550D im Schrank liegen hat, kann sich die nötigen Dateien von GitHub ziehen – auf eigene Gefahr, wie das bei Custom-Firmwares eben so ist.
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Von digitalen Spielereien zurück zur analogen Fotokunst: New Brighton an der englischen Küste ehrt Martin Parr mit einem monumentalen Wandbild. Der Brite machte den Badeort in den 1980er-Jahren mit seiner Serie „The Last Resort“ weltberühmt – oder berüchtigt, je nachdem, wen man fragt. Seine knallbunten, schonungslosen Aufnahmen zeigten das britische Arbeitermilieu beim Vergnügen und nicht alle fanden das komisch.
40 Jahre später würdigt die Stadt den Fotografen mit einem großformatigen „Mural“ an der Strandpromenade. Bemerkenswert ist das schon, denn Tourismuswerbung waren Parrs Bilder damals wahrlich nicht. Da gab es verschwitzte Leiber, Pommes-Fett und den ganzen ungeschönten Charme eines britischen Seaside-Resorts. Dass New Brighton heute stolz darauf ist, spricht vielleicht für den Humor der Stadt – oder dafür, dass einfach genug Zeit vergangen ist.
Die Martin Parr Foundation bietet aktuell übrigens signierte Ausstellungsposter von „The Last Resort“ an, für alle, die ein Stück Fotogeschichte an die Wand hängen möchten. Und wer wissen möchte, wie die Bilder damals entstanden sind, wird bei Magnum Photos fündig: Dort gibt es Kontaktbögen der Serie, die den Arbeitsprozess dokumentieren.