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Baden-Württemberg plant landesweites Handyverbot an Schulen
von Carsten Knobloch
22. Aug. 2026 |
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In Baden-Württemberg steht eventuell eine grundlegende Änderung für Schüler an: Das baden-württembergische Kultusministerium plant ein landesweites Verbot der privaten Handynutzung an allen Schulen und über alle Klassenstufen hinweg. Nach dem Grundsatz „Wenn Schule ist, macht das Handy Pause“ soll die Regelung von der ersten bis zur letzten Unterrichtsstunde gelten und ausdrücklich auch reguläre Schulpausen umfassen.
Bislang mussten einzelne Schulen den Umgang mit Smartphones über eigene Hausordnungen regeln. Mit den nun vorgelegten Eckpunkten soll eine einheitliche Vorgabe geschaffen werden. Ausnahmen sind lediglich für Notfälle, längere Mittagspausen oder den gezielten pädagogischen Einsatz im Unterricht vorgesehen, um Medienkompetenz weiterhin praxisnah zu vermitteln.
Kultusminister Andreas Jung begründet den Vorstoß laut Bericht des SWR mit einer besseren Konzentration im Unterricht und mehr persönlichem Austausch auf dem Schulhof. Nach den Sommerferien geht der Entwurf in die regierungsinterne Abstimmung und Verbandsanhörung.
Kritik kommt unter anderem von der Bildungsgewerkschaft GEW und dem Landeselternbeirat. Bemängelt wird vor allem, dass alle Altersstufen und Schularten pauschal über einen Kamm geschoren werden und eine strikte Durchsetzung in den Pausen in der Praxis kaum kontrollierbar sei.
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