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Rhein-Fähren fahren wieder - Binnenschiffe haben weiter Probleme
Die Hitzewelle hat Deutschlands Flüssen erheblich zugesetzt. Auf dem Rhein läuft nun zumindest der Fährbetrieb wieder an. Bis sich die Lage für die großen Binnenschiffe normalisiert, dürfte es aber noch Wochen dauern.
Kräftige Regenfälle vor allem in Süddeutschland haben dem Rhein nach seinen historischen Tiefstständen wieder etwas mehr Wasser gebracht. Nach wochenlanger Zwangspause nahmen mehrere Fähren den Betrieb wieder auf - unter anderem in Köln, Düsseldorf und Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen sowie bei Kaub in Rheinland-Pfalz.
"Wir waren kurz davor, Kurzarbeit zu beantragen", erklärte der Betreiber der Rheinfähre zwischen Düsseldorf und Zons, Jens Jansen. Der finanzielle Schaden ist zum Teil erheblich. So rechnet etwa die Stadt Leverkusen durch den Ausfall der Personenfähre nach Köln mit Einbußen von etwa 30.000 Euro. Wegen des teilweise immer noch recht niedrigen Pegelstandes können viele Fähren weiterhin keine Wohnmobile oder Transporter befördern.
Der Genossenschaftsbankenverband blickt optimistischer auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
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Der niedrige Wasserstand behindert seit Wochen auch die Binnenschifffahrt auf dem Rhein - und tut dies auch weiterhin. Ein Großteil des Güterverkehrs musste von Europas wichtigster Binnenwasserstraße auf Lastwagen und Züge verlagert werden, was die Transportkosten steigen ließ. Um Unterbrechungen im Verkehrsfluss zu vermeiden, wurden Gegenmaßnahmen ergriffen. Zahlreiche Bundesländer lockerten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für einige Lastwagen.
Laut der Betreibergesellschaft des größten deutschen Binnenhafens Duisburg sind Güterschiffe wegen der niedrigen Wasserstände nur mit etwa 20 Prozent der sonst üblichen Ladung unterwegs. Zwar gehe man von einer leichten Erholung aus, sagt der Hafen-Konzernbevollmächtigte Binnenschifffahrt Joachim Holstein am Freitag. Eine wirkliche Entspannung werde aber erst "in Richtung Ende September, Anfang Oktober" erwartet. Abhängig ist dies in erste Linie von der Menge Regen, die im Einzugsgebiet des Rheins fällt.
Ein Branchenverband warnt, der Fluss könnte wegen Niedrigwassers bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein.
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Die Pegelstände im Rhein waren teilweise auf Werte gesunken, die noch nie gemessen wurden. Sie fielen etwa in Kaub in Bereiche, in denen die meisten Schiffe den Fluss nicht mehr befahren konnten. Dort lag der Pegelstand Mitte August bei nur nur noch sechs Zentimetern. Kaub gilt als neuralgischer Punkt im Rhein.
Am Sonntag lag er immerhin wieder bei 46 Zentimetern, wie aus Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorging. Das ist aber noch weit unter dem sogenannten Gleichwertigen Wasserstand von 77 Zentimetern, der bei Fachleuten als Orientierungswert für die Schifffahrt gilt. Die Pegelstände sagen nicht direkt etwas über die Wassertiefe im Fluss aus, da die Fahrrinnen tiefer liegen.