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Forderung seitens OpenAI: US-Bundesstaaten sollen KI-Sicherheitsrahmen vorantreiben
OpenAI fordert von den US-Bundesstaaten schärfere Regeln zur KI-Sicherheit und eine zentrale Rolle beim Aufbau eines landesweiten Sicherheitsrahmens für besonders leistungsfähige KI-Modelle. Angesichts der Vielzahl an Klagen, mit denen OpenAI derzeit konfrontiert ist, überrascht dieser Vorstoß.
Dies soll laut einem OpenAI-Beitrag auf LinkedIn nach dem Prinzip des „umgekehrten Föderalismus“ erfolgen. Dieser beruht darauf, dass einzelne Bundesstaaten bei zentralen Schutzmaßnahmen in dieselbe Richtung gehen und so schrittweise einen gemeinsamen Regulierungsrahmen schaffen, der schließlich als Grundlage für eine einheitliche Regelung auf Bundesebene dienen könnte. Solange der Kongress noch über eine bundesweite Regulierung berät, könnten die Bundesstaaten somit bereits kompatible Kernvorgaben etablieren.
Laut dem Bericht soll eine Harmonisierung der Vorschriften jedoch ausdrücklich nicht bedeuten, bestehende Sicherheitsanforderungen dauerhaft festzuschreiben. Diese sollen stattdessen so gestaltet werden, dass sie stetig an die in schnellem Tempo steigende Leistungsfähigkeit bevorstehender KI-Systeme angepasst werden können und die Gesetzgebung mit der rasanten Weiterentwicklung Schritt halten kann. Dazu sollen Politik und Entwickler zudem Erkenntnisse aus tatsächlichen Vorfällen aufgreifen und die gemeinsamen Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen und weiterentwickeln können.
Dabei soll der im September 2025 vom kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete „Transparency in Frontier Artificial Intelligence Act“ (SB 53) zur Regulierung von künstlicher Intelligenz als Grundlage dienen. Das Gesetz verpflichtet Entwickler besonders leistungsstarker und rechenintensiver KI-Modelle (Frontier AI), ihre Sicherheitskonzepte offenzulegen und schwerwiegende Vorfälle innerhalb von 15 Tagen zu melden. SB 53 wird dabei als wichtiger Ausgangspunkt unterstützt, soll angesichts neuer Erkenntnisse und Vorfälle allerdings um zusätzliche Überwachungs- und Cyber-Sicherheitsvorgaben verschärft werden. Besonders hervorgehoben werden dabei Anforderungen an Risikobewertungen, Transparenz, die Meldung von Vorfällen und Sicherheitsmaßnahmen. Solche grundlegenden Vorgaben sollten einheitlich für Entwickler der leistungsfähigsten KI-Modelle gelten. Deshalb hat OpenAI nun angekündigt, gemeinsam mit dem kalifornischen Parlament und dem Gouverneur an einer Verschärfung des Gesetzes arbeiten zu wollen.
So soll die Weiterführung des Gesetzes Entwickler unter anderem dazu verpflichten, Frontier-Modelle bereits während des Trainings oder der Evaluierung auf mögliche schwerwiegende Vorfälle zu überwachen. Der Fokus soll dabei auf Verhaltensweisen von Modellen liegen, mit denen sich Sicherheitskontrollen Dritter umgehen und vertrauliche Informationen dieser Dritten kompromittieren lassen. Gleichzeitig fordert der KI-Spezialist stärkere Cyber-Sicherheitsmaßnahmen bereits während der Entwicklung eines neuen Modells, wodurch das Umgehen interner Sicherheitskontrollen schon zu diesem Zeitpunkt verhindert werden soll.
OpenAI betont in seinem Beitrag, dass die geforderten Vorgaben nicht als regulatorische Reaktion auf einen einzelnen Vorfall zu verstehen sind. Ziel sei vielmehr ein dauerhaft nutzbarer Rahmen, mit dem Entwickler Probleme früher erkennen, schneller reagieren und gewonnene Erkenntnisse austauschen können. Das soll schließlich dazu führen, dass Verbesserungen der Sicherheit nicht auf einzelne Unternehmen beschränkt bleiben, sondern die gesamte Branche sowie auch Anwender davon profitieren. Dazu sollen neue Erkenntnisse veröffentlicht und gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern in höhere Sicherheitsstandards überführt werden. Der grundsätzliche Ansatz verbindet damit bundesstaatliche Vorreiterregulierung mit dem längerfristigen Ziel eines einheitlichen nationalen Sicherheitsrahmens.
Angesichts der zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen, mit denen sich OpenAI konfrontiert sieht, überrascht der Schritt zumindest auf den ersten Blick. Off