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Vanilla OS 3 »Reunion« veröffentlicht
Mehr als zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Vanilla OS 2 »Orchid« steht mit Vanilla OS 3 »Reunion« die nächste stabile Version der unveränderlichen Linux-Distribution zum Download bereit. Neben Images für x86_64 unterstützt Vanilla OS erstmals offiziell ARM64. Voraussetzung dafür sind derzeit Geräte, die über UEFI booten können.
Unter der Haube setzt Reunion auf Linux 7.1.3, als Desktop kommt GNOME 50 unter Wayland zum Einsatz. Auch bei den vorinstallierten Anwendungen gibt es einige Wechsel: Ptyxis ersetzt Black Box als Terminal, Papers löst Evince als Dokumentenbetrachter ab und Resources tritt an die Stelle des GNOME System Monitor. File Roller und GNOME Photos gehören nicht mehr zur Standardinstallation.
Eine der größeren Neuerungen ist Vanilla Continuity, ein eigenes integriertes Tool zur Erstellung von Snapshot-basierten Backups und Wiederherstellungen, das nahtlos mit ABRoot für atomare Systemwiederherstellungen in Vanilla OS zusammenarbeitet. Backups lassen sich lokal, auf einem mit LUKS2 verschlüsselten externen Datenträger oder über SFTP, FTP und NFS ablegen. Darüber hinaus arbeitet das Projekt inzwischen mit reproduzierbaren System-Images. Der überwiegende Teil der Images soll sich aus identischen Quellen und Einstellungen bitgenau reproduzieren lassen. Eine Ausnahme bilden derzeit die Images mit Nvidia-Treibern.
Überarbeitet wurden auch zentrale Komponenten der Distribution. Der Container-Paketmanager Apx 3 und der Vanilla System Operator (VSO) wurden mit dem neuen Vanilla OS SDK neu geschrieben. Apx bietet nun unter anderem Debian und openSUSE Leap als vorkonfigurierte Stacks an. Zudem kommt Distrobox 2.0.0-rc.4 zum Einsatz, dessen Code mittlerweile in Go neu implementiert wurde.
Nutzer von Vanilla OS 2 „Orchid“ müssen für den Umstieg nicht neu installieren. Das Projekt unterstützt ein Upgrade von Orchid 1.4.0 auf Reunion. Wer das Upgrade manuell über abroot upgrade anstößt, sollte zuvor sicherstellen, dass mindestens ABRoot 2.4 installiert ist.