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heise+ | Moderner Leierkasten: DIY-Spieldose im Eigenbau
Wir beschreiben die musPICbox, die moderne Inkarnation der Spieldose für Maker. Mit 3D-Druck, Laser, Mikrocontroller und ganz ohne Batterie oder Akku.
Von Kindertagen an üben Drehorgeln eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass diese Geräte es auch einem musikalischen Analphabeten wie mir auf wundersame Weise ermöglichen, zauberhafte Melodien hervorzubringen. Diese Faszination überträgt sich bei mir ebenfalls auf die Drehorgel des kleinen Mannes, namentlich Spieldosen.
Deren Funktionsprinzip basiert darauf, dass unterschiedlich lange Stahlzinken, die Tonzungen, jeweils gestimmt auf eine bestimmte Note, über eine Stiftwalze oder -platte gleiten und durch kleine Erhebungen zum Schwingen angeregt werden. Angetrieben wird das Ganze durch eine Kurbel, die meist über ein Schneckengetriebe die Walze zum Drehen bringt.
Inzwischen gibt es Walzenspieldosen für wenig Geld bei den üblichen Online-Marktplätzen zu erwerben. In der Regel werden sie in einem Holzgehäuse, aber auch als blankes Spielwerk angeboten. Vor einiger Zeit hielt ich es für eine gute Idee, eine Vielzahl an unterschiedlichen Spieldosen aus China zu importieren. „Ein nettes Geschenk für diverse Anlässe“ war mein Hintergedanke. Allerdings breitete sich nach Erhalt der Instrumente schnell Ernüchterung aus, da bei einem Großteil der Teile die beworbene Melodie unkenntlich und bestenfalls zu erahnen war. So reifte in mir der Entschluss, das doch selbst besser hinzubekommen.
Um der Frage auf den Grund zu gehen, haben wir mit Software-Entwicklern aus unterschiedlichen Firmen gesprochen und lassen sie in diesem Artikel zu Wort kommen.
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