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Danke, Steam Machine: Du hast mir gerade über 1.400 Euro gespart
Valves neuer Wohnzimmer-PC sollte eigentlich meinen alten Rechner ersetzen. Doch exorbitante Preise und mäßige Leistung lassen den Hardware-Traum platzen
Die Steam Machine war für mich das vielversprechendste Hardwareprodukt des Jahres. Klein, leise, mit schlankem SteamOS statt fettem Windows und stark genug, um meinen alten Gaming-PC ohne zu große Abstriche zu ersetzen. Zumindest hatte ich mir das erhofft. Die ersten Tests haben meine Erwartungen jedoch noch deutlicher enttäuscht, als ich befürchtet hatte.
Mein Rechner arbeitet noch immer mit einem Intel Core i7-8700K aus dem Jahr 2018. Irgendwann habe ich ihm eine GeForce RTX 3090 zur Seite gestellt, wodurch ein bis heute erstaunlich leistungsfähiges Gespann entstand. Die CPU ist mittlerweile betagt, die Grafikkarte auch nicht mehr frisch, und Windows wird mit jedem Update weniger zu einem Betriebssystem und mehr zu einer Geduldsprüfung. Es wäre also Zeit für etwas Neues.
Die Steam Machine ist Valves neuester Wohnzimmer-PC. Ausgestattet mit SteamOS, vereint das Gerät Konsolen-Komfort mit der PC-Spielebibliothek. Je nach Ausstattung (bis 2 TB) liegen die Preise deutlich über 1.000 Euro. Die Grafikleistung entspricht grob einer Desktop-RTX 5050.
Die Steam Machine schien genau dieses neue Gerät zu sein. Ein kleiner Würfel fürs Wohnzimmer, auf dem meine bestehende Steam-Bibliothek läuft. Keine neue Plattform, keine Spiele erneut kaufen, keine hässlicher Fremdkörper im Wohnzimmer. Einschalten, hinsetzen, losspielen. Im Grunde das perfekte Gerät für Konsoleros, die auch PC-Spiele lieben.
Valve hatte im Vorfeld betont, dass man die Hardware nicht mit Verlust verkaufen werde und deshalb die aktuellen Komponentenpreise berücksichtigen müsse. Eigentlich war damit bereits klar, dass die Steam Machine kein Schnäppchen wird. Der tatsächliche Preis hat mich trotzdem kalt erwischt.
Nachdem unsere britischen Kollegen von Eurogamer.net die Steam Machine ausführlich getestet hatten, war ich ziemlich niedergeschlagen. Das zeigt einerseits, dass es mir viel zu gut geht und ich meine Prioritäten neu setzen muss. Ein erwachsener Mann sollte nicht emotional werden, nur weil ein Stück Hardware an seinen Vorstellungen vorbeischrammt. Andererseits zeigt es aber auch, wie viele Hoffnungen ich und vermutlich viele andere Spieler in die Steam Machine gesetzt hatten.
Tatsächlich waren meine Wünsche von Anfang an völlig unrealistisch. Valve hatte angekündigt, dass die Steam Machine etwa sechsmal so leistungsfähig sein soll wie das Steam Deck. Das klingt erst mal beeindruckend. Die Auflösung eines 4K-Fernsehers ist allerdings mehr als achtmal so hoch wie die des Steam-Deck-Displays. Natürlich kann man diese Zahlen nicht einfach gegeneinander aufrechnen. Trotzdem hätte ich mir denken können, dass ein winziger, leiser Würfel meinen großen Rechner mit RTX 3090 nicht mal eben ersetzt. Ich Trottel hatte offenbar erwartet, dass Valve nicht nur die Gesetze des Marktes, sondern nebenbei auch noch die Gesetze der Physik außer Kraft setzt.
Das größte Problem ist aber der Preis. Die Steam Machine mit 512 GB Speicher kostet in Europa 1.039 Euro. Zusammen mit dem Steam Controller werden daraus 1.108 Euro. Wer angesichts heutiger Spielgrößen lieber direkt zur Version mit 2 TB greift, zahlt 1.359 Euro oder 1.428 Euro im Paket mit Controller. Das sind keine Preise, bei denen man über kleinere Schwächen großzügig hinwegsieht. Für mindestens 1.039 Euro muss die Steam Machine entweder eine hervorragende Konsole, ein konkurrenzfähiger Gaming-PC oder eine überzeugende Mischung aus beidem sein. Sie erfüllt keine dieser Rollen.
Die Leistung liegt in den getesteten Spielen meistens leicht unter einem PC mit GeForce RTX 5050. Ein solcher Rechner bewegt sich grob auf dem Niveau einer normalen PlayStation 5. Natürlich hinkt jeder Vergleich zwischen Konsole und PC ein wenig. Auf dem PC lassen sich Einstellungen verändern, Spiele günstiger kaufen, Mods installieren und andere Stores verwenden. Die Steam Machine bietet eine Fr