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Nvidia kündigt Jetson Orin Nano 2 für Roboter und kompakte KI-Systeme an
Der neue Einplatinencomputer soll die KI-Leistung verdoppeln. Nvidia will damit autonome Roboter und Drohnen steuern lassen. Der Marktstart ist aber erst 2027.
Nvidia hat mit dem „Jetson Orin Nano 2“ den Nachfolger des mehr als anderthalb Jahren alten „Jetson Orin Nano Super“ angekündigt. Erneut handelt es sich um ein kompaktes Developer-Kit aus Mainboard, Prozessor, Grafikeinheit, Speicher und Kühlung. Als Einsatzgebiete sieht Nvidia autonome Roboter und Drohnen vor, denn die Leistung beim KI-Inferencing soll gegenüber dem Vorgänger verdoppelt worden sein. Technische Details fehlen bislang, aber der Jetson Orin Nano 2 soll auch erst in der ersten Hälfte des nächsten Jahres verfügbar sein.
Das Unternehmen verrät lediglich, dass der Jetson Orin Nano 2 über einen Prozessor mit acht ARM-Kernen und 8 GByte Hauptspeicher verfügt. Das System soll 78 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS) erreichen, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Ende 2024 eingeführten Nvidia Jetson Orin Nano Developer Kit, das mit 6-Kern-CPU und GPU mit 1024 Shader-Kernen auf 67 TOPS kommt. Das war bereits eine Leistungssteigerung von 70 Prozent gegenüber dem ersten Jetson Orin Nano.
Nvidia will die doppelte Inferencing-Performance durch verbesserte Tensor-Kerne und eine höhere Speicherbandbreite erreichen, aber es bleibt unklar, welche GPU-Generation der Hersteller einsetzt und welche Taktraten dafür notwendig sind. Auch wird keine Leistungsaufnahme genannt. Allerdings betont Nvidia, dass der Formfaktor gleich bleibt und der Jetson Orin Nano 2 im 15-Watt-Modus 40 Prozent weniger Strom verbraucht als der Jetson Orin Nano Super. Der Vorgänger lässt sich mit 7 bis 25 Watt konfigurieren.
Mit dem Jetson Orin Nano 2 will der Konzern Roboter, Liefer- und Inspektionsdrohnen sowie KI-Bildverarbeitungssysteme mit höherer KI-Leistung ausstatten, denn auch „KI-Modelle werden kleiner und effizienter“, wie Nvidia schreibt. Damit können auch kompakte Systeme intelligenter werden, da sie Zusammenhänge und Sprache verstehen sowie Bilder interpretieren können, um in Echtzeit reagieren zu können.
„Die heutigen kleinen und mittleren Spitzenmodelle haben die Genauigkeit der größten Spitzenmodelle des Vorjahres erreicht und ermöglichen so Echtzeit-Intelligenz für Edge-Geräte“, erklärt Deepu Talla, Vizepräsident und Leiter der Sparte Robotics & AI bei Nvidia. „Der Computer Jetson Orin Nano 2 macht diesen Durchbruch für Millionen von Entwicklern zugänglich und bietet die für Echtzeit-Schlussfolgerungen am Edge erforderliche Leistung und Energieeffizienz.“
Obwohl es bis zur Verfügbarkeit des Jetson Orin Nano 2 noch bis zur ersten Hälfte 2027 dauern wird, nennt Nvidia mit Cognex, Doosan Bobcat und Matic bereits erste Kunden, die das neue System übernehmen werden. Die zum Google-Konzern Alphabet gehörende Drohnenfirma Wing nutzt das Vorgängersystem bereits für seine Flotte von Lieferdrohnen und will in Kürze prüfen, ob Jetson Orin Nano 2 die Erkennung von Umgebungen in Echtzeit verbessern kann, um Drohnenlieferungen an Endkunden abzusichern und zu beschleunigen.
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