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Resonance: A Plague Tale Legacy im Test – Eine neue Heldin bringt Schwung und Action in die Serie
Mit einem Ableger zwischen Tomb Raider und God of War macht Asobo Studio sowohl erzählerisch als auch spielerisch einen Sprung nach vorne.
Warum Resonance: A Plague Tale Legacy lediglich das Erbe (Engl.: Legacy) der bekannten Serie sein darf, dürfte viel damit zu tun haben, dass Resonance zum einen die Vorgeschichte dessen erzählt, was man vor allem aus A Plague Tale: Requiem kennt. Und auch damit, dass es sich um ein ganz anderes Spiel als seine Vorgänger handelt.
Immerhin ist Resonance ein waschechtes Action-Adventure mit starkem Fokus auf dem ersten Teil des Begriffs. Und ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass das französische Asobo Studio, wo auch die Vorgänger entstanden, das so gut hinbekommen würde!
Tatsächlich habe ich Resonance durchgehend auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt – nicht, weil ich das so toll kann (was habe ich stellenweise geflucht...!), sondern weil sich das Schwingen der Schwerter, das rechtzeitige Kontern, der Greifhaken, die Finisher und selbst das Ausweichen herrlich punktgenau und schwungvoll angefühlt haben.
Die inzwischen dreiteilige Serie dreht sich um eine geheimnisvolle Verderbnis, die während des Ausbruchs der Pest im 14. Jahrhundert in dem fünf Jahre alten Hugo de Rune erwachte. Weil Hugo dafür gejagt wurde, musste man ihn in der Rolle seiner Schwester Amicia beschützen und gleichzeitig vor Ratten in Sicherheit bringen, die in gewaltigen Schwärmen überall dort angreifen konnten, wo es dunkel war. Im zweiten Teil ihres Abenteuers trafen Amicia und Hugo dann auf die Schmugglerin Sophia. Sie stand den beiden damals zur Seite und gewann damit die Sympathien vieler Spieler – weshalb man jetzt erfährt, was sie ungefähr 15 Jahre zuvor auf Kreta erlebt hat und inwiefern sie selbst mit dieser geheimnisvollen Macht verbunden ist.
Man ist ja nicht mehr mit Amicia de Rune unterwegs, die ihren kleinen Bruder beschützen muss, vom martialischen Klingentanz nichts versteht und deshalb meist an Wachen vorbeigeschlichen ist. Stattdessen spielt man diesmal die Schmugglerin Sophia, die seit ihrer Kindheit von Visionen heimgesucht wird, denen sie als junge Frau endlich auf den Grund geht.
Eine furchteinflößende Kreatur sieht sie da sowie die Insel des Minotaurus, Kreta. Und nachdem ein Coup ihrer Schmuggler-Gang so tragisch fehlschlug, dass Sophia quasi ins Exil gezwungen wird, verschlägt es sie natürlich dorthin, wohin sie schon seit Jahren gerufen zu werden scheint. Wobei sie freilich nicht alleine dort unterwegs ist, denn alte und neue Feinde suchen dort nach einem Schatz, der unermesslichen Reichtum bedeuten soll.
Was das für euch bedeutet? Dass ihr es auf der griechischen Insel nicht nur mit Gegnern zu tun bekommt, die Sophia (und ihrer Begleiterin Leni) dort im Weg stehen, sondern dass ihr auch Durchgänge öffnen müsst, indem ihr kleine Rätsel löst. Und das hat mich gar an Tomb Raider erinnert, weil auch auf Kreta etliche Zugänge durch uralte Mechanismen versperrt sind. Erst wenn man Licht über riesige Spiegel durch die richtigen Linsen lenkt oder eine Position gefunden hat, um mit drei farbigen Lichtern dafür vorgesehene Rezeptoren anzustrahlen, schieben sich Plattformen mit einem satten Rasseln oder verborgene Wände mit einem dumpfen Rumpeln in Position und geben den Weg frei.
Diese altertümlichen, geheimnisvollen Kulissen sind, das ist bei A Plague Tale ja nichts Neues, mal wieder ein Star in diesem Abenteuer. Asobo Studio bedient sich ausführlich bei der Gigantomanie der auf Kreta verankerten minoischen Kultur und hat Orte geschaffen, an denen riesige Tore in hohe Felsen ragen und monumentale Statuen über den Horizont hinausragen oder zerschlagen am Boden liegen. Fresken zieren zahlreiche Mauern und etliche Alltagsgegenstände sowie Schmuck der damaligen Zeit liegen versteckt am Wegesrand oder ein paar Schritte dahinter.
Ein wenig gestört hat mich nur, dass man beim Blick aufs Meer am Bildrand grafische Fehler entdeckt: zum einen am Rand des Bildes und außerdem dort, wo Äste naher B