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Gamescom: „Afterworld“: Nächstes Paradox-Strategiespiel geht in die Postapokalypse
Paradox entwickelt mit „Afterworld“ ein postapokalyptisches Strategiespiel mit frommem Bestreben: Es soll zugänglicher sein als „Stellaris“ oder „Victoria“.
Die Grand-Strategy-Spiele von Paradox Interactive sind für ihren Tiefgang und ihre verschachtelten Systeme bekannt. Wer „Europa Universalis“ oder „Crusader Kings“ zum ersten Mal öffnet, wird erschlagen von Menüs, Events und Benachrichtigungen. Ausgerechnet ein Strategiespiel in einer postapokalyptischen Welt soll nun den Einstieg erleichtern: „Afterworld“ ist nach „Stellaris“ der nächste Versuch von Paradox, in einem fiktiven Universum Fuß zu fassen.
„Afterworld“ spielt in einem prozedural generierten Nordamerika, das ein weltumspannender Krieg in eine Trümmerlandschaft verwandelt hat. Spieler führen zunächst eine Handvoll Überlebende durch die Ödnis und kümmern sich um Nahrung, Wasser und Treibstoff. Daraus soll über Generationen ein Reich werden, das den ganzen Kontinent umspannt. Unterwegs legen Spieler die Gesetze und Glaubensvorstellungen ihres Stammes fest.
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Vor allem soll „Afterworld“ zugänglicher werden als die anderen großen Strategiespiele von Paradox, die sich naturgemäß an ein Hardcore-Publikum richten. „Es ist ein Paradox-Spiel, in dem es am Anfang nur einen Button gibt“, spitzt Game Director Dan Lind, der bis 2021 die Entwicklung von „Hearts of Iron 4“ geleitet hat, die Idee bei einem Briefing auf der Gamescom zu. Systeme und Mechaniken werden erst im Verlauf einer Partie nach und nach freigeschaltet.
Der Aufstieg zum Imperium ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten geht es ums nackte Überleben: Der Stamm muss sich im zerstörten Nordamerika erst organisieren, bevor er eine feste Bleibe sucht. Später treffen Spieler auf andere Stämme, betreiben Diplomatie und bergen Technik aus der Zeit vor dem Untergang. Im späteren Spielverlauf geht es um große Bündnisse, Kriege und die Frage, wer den Kontinent beherrscht.
Bei all dem muss man sich auch gegen die sogenannten „Uralten“ wappnen – überlebende Anführer aus der Zeit vor dem Untergang, die ein wenig an die Gefallenen Imperien aus „Stellaris“ erinnern. Auch sonst orientiert sich „Afterworld“ an dem Weltraum-Strategiespiel: Spieler können ihre Einheiten zwar über die Weltkarte kommandieren, die Gefechte selbst laufen aber ohne ihr Zutun ab.
Neben „Afterworld“ hat Paradox in Köln auch eine Städtebau-Simulation aus Legosteinen angekündigt. Einen Termin gibt es für beide Spiele noch nicht. „Afterworld“ steckt nach Angaben von Lind noch in der Alpha-Phase und wird in diesem Jahr nicht mehr erscheinen. Auf der Steam-Seite von „Afterworld“ lässt sich das Spiel bereits auf die Wunschliste setzen.
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