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Geberländer fordern massive Kürzungen beim EU-Budget
Nach Beratungen über das EU-Budget fordert Deutschland gemeinsam mit fünf anderen EU-Ländern Kürzungen in Milliardenhöhe. Die bisherigen Pläne der EU-Kommission seien "schlicht unbezahlbar", erklärte Kanzler Merz.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat gemeinsam mit den Regierungsschefs fünf anderer EU-Geberländer drastische Kürzungen beim künftigen EU-Finanzrahmen gefordert. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission für eine Aufstockung von bis zu 60 Prozent seien in Zeiten der Haushaltskonsolidierung "schlicht unbezahlbar", sagte der Kanzler nach einem Treffen in Berlin.
Die vorgeschlagene Summe müsse "um mehrere hundert Milliarden Euro" gekürzt werden, so Merz. Diese Einschnitte müssten alle Bereiche betreffen.
Zwei Billionen Euro für den EU-Haushalt: Der Vorschlag des EU-Parlaments dürfte auch in Berlin auf Kritik stoßen.
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An dem vertraulichen Treffen in Berlin nahmen die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo und der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker teil. Die Ministerpräsidenten der Niederlande und Schwedens waren per Videokonferenz zugeschaltet.
Zusammen finanzieren diese sechs Staaten nach den Worten des Kanzlers rund 40 Prozent des europäischen Haushalts. Merz betonte, dass diese Länder zudem 70 Prozent der bilateralen Hilfen von EU-Staaten für die Ukraine aufbringen. "Wir sind nicht geizig, aber solche Aufschläge, wie von der Kommission vorgeschlagen, passen einfach nicht in unsere Zeit."
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Die Gruppe fordert in einer gemeinsamen Erklärung "Realismus und Reformen" für den mehrjährigen Finanzrahmen, der am 1. Januar 2028 in Kraft tritt. Im Zentrum des Budgets müsse Sicherheit, Souveränität, Migration und die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union stehen.
"In einer Zeit, in der praktisch alle Mitgliedstaaten schmerzhafte Haushaltskonsolidierungen vornehmen, kann der EU-Haushalt keine Ausnahme bilden", heißt es in der Erklärung. Der Finanzrahmen müssen wachsen, "um unseren strategischen Prioritäten Rechnung zu tragen, doch dies kann nur in moderater Weise geschehen."
In ihrer gemeinsamen Erklärung lehnten die sechs Staaten zudem eine neue gemeinsame Schuldenaufnahme der EU ab. Diese sei "keine Lösung für unsere haushaltspolitischen Herausforderungen" und keine Alternative zu Strukturreformen. Die EU-Institutionen sollten ihre Aufgaben zudem mit dem bestehenden Personalbestand bewältigen.