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GTA 6 macht das Autofahren und Autoknacken deutlich realistischer und schwerer
Vorbei sind die Zeiten des simplen Knöpfchendrückens. Ihr braucht nun Spezialwerkzeuge und eine neue Scanner-App, um Luxusschlitten in Leonida zu stehlen.
Zwei der wichtigsten Kernmechaniken von Grand Theft Auto greifen nahtlos ineinander: Autos stehlen und damit durch die Stadt brettern. Doch genau hier schraubt Entwickler Rockstar für Grand Theft Auto 6 gewaltig an den Stellschrauben. Das gewohnte Pick-up-and-Play-Prinzip soll deutlich anspruchsvoller ausfallen als je zuvor.
Das enthüllte Rob Nelson, Co-Studioleiter bei Rockstar North, in einem Interview mit IGN. Das Gespräch erschien heute Abend pünktlich zum großen Netflix-Showcase rund um GTA 6.
In GTA 6 rückt das Ingame-Smartphone noch stärker in den Fokus. Die App "Waink" dient Jason und Lucia als essenzielles Werkzeug für Fahrzeugdiebstähle. Sie liest verbaute Alarmanlagen oder GPS-Tracker aus und verrät vorab, welchen Profit das Auto beim Hehler einbringt.
"Die Straßen im Spiel sind schmaler und realistischer skaliert", erklärt Nelson. "Zusammen mit dem dichten Verkehr fordert euch das Fahren jetzt ein gutes Stück mehr ab und verlangt echtes Fahrkönnen."
IGN ergänzt in der Vorschau: Nicht nur das Fahren wird kniffliger, auch der Autodiebstahl selbst läuft jetzt vielschichtiger ab. Keine Sorge: Der vertraute Nervenkitzel beim Wagenklauen bleibt euch natürlich erhalten.
Nelson führt weiter aus: "Wir haben die Fahrzeuge in verschiedene Kategorien unterteilt. Früher habt ihr einfach die Dreieck-Taste gedrückt, euer Charakter hat den Wagen kurzgeschlossen und ihr seid davongebraust. Damit haben wir spielerisch viel Potenzial verschenkt – besonders was den Spielfortschritt und eure Entscheidungsfreiheit angeht. Wenn ihr das Spiel startet, könnt ihr bestimmte geparkte Autos deshalb erst knacken, wenn ihr in der Story voranschreitet und passende Werkzeuge freischaltet. Fahrern ihr Fahrzeug abzuknöpfen, klappt aber weiterhin jederzeit."
Jetzt ist das anders: "Ihr startet ins Spiel und könnt manche geparkten Schlitten erst knacken, sobald ihr in der Hauptstory weiter seid und Spezialwerkzeuge besitzt. Einen fahrenden Wagen zu kapern klappt dagegen immer." Nelson fügt hinzu: "Das verleiht den Fahrzeugen mehr Bedeutung und zwingt euch dazu, etwas vorausschauender zu handeln."
Der IGN-Bericht basiert auf einer ausführlichen Hands-off-Präsentation hinter verschlossenen Türen. Darin erwähnen die Journalisten auch ein modernes GPS-Trackingsystem bei Luxusschlitten. Wenn ihr so ein Edelauto klaut, müsst ihr extrem schnell unterwegs sein, um dem Ortungssystem und der Polizei zu entwischen. IGN gibt jedoch zu bedenken: Ein schnelles Auto rettet euch nicht immer. In den dicht bebauten Bezirken von Leonida bringt euch die Flucht zu Fuß manchmal schneller ans Ziel.
Nelson schlägt in eine ähnliche Kerbe: "Wir haben extrem viel Arbeit in die Fortbewegung gesteckt. Alles soll sich so flüssig wie möglich anfühlen. Wir wollen euch ermutigen, aus dem Auto zu springen, zu rennen und über Zäune zu klettern. Habt ihr erst einmal drei Fahndungssterne in der Stadt, entkommt ihr auf vier Rädern nur schwer – es sei denn, ihr sitzt im Supersportwagen oder auf einer Rennmaschine. Oft fahrt ihr am besten, wenn ihr die Straße verlasst und zu Fuß in den Gassen abtaucht."