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Dobrindt empfängt Ostsee-Innenminister in Flensburg
Bundesinnenminister Dobrindt berät heute mit seinen Amtskollegen aus den Ostsee-Anrainerstaaten über die Abwehr hybrider Bedrohungen. Im Mittelpunkt: ein gemeinsames Vorgehen gegen Drohnen.
Vor knapp einem Jahr legten Sichtungen unbekannter Drohnen Flughäfen von Kopenhagen bis München lahm. Anfang August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit militärischem Sprengstoff bestückte Drohne gefunden. Für Deutschland hatten die jüngsten Vorfälle in Leipzig eine neue Qualität - in den baltischen Staaten ist dagegen wegen Drohnen bereits wiederholt Luftalarm ausgelöst worden.
Vor diesem Hintergrund berät Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sich heute in Flensburg mit EU-Vertretern und Innenministern der Ostsee-Anrainerstaaten. Die vertraulichen Gespräche mit seinen Amtskollegen lässt der CSU-Politiker von einer "Fähigkeitsschau" flankieren: Auf See soll die Spezialeinheit GSG9 vorführen, wie sie ein Schiff entern würde, an Land soll die Bundespolizei Drohnen abwehren.
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10.08.2026
Der mutmaßliche Anschlagsversuch soll Parallelen zu der Anschlagsserie auf Luftfrachtpakete aufweisen.
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Es ist bereits das zweite Treffen dieser Runde, bei dem gemeinsam Strategien für eine bessere Aufklärung, Abschreckung und Abwehr hybrider Bedrohungen besprochen werden sollen. Wegen des Vorfalls in Leipzig liegt der Fokus auf der Drohnenabwehr, insbesondere an Flug- und auch an Seehäfen.
Das erste Treffen fand im Juni in Helsinki statt. "Gefährliche Situationen im Zusammenhang mit Drohnen machen nicht an nationalen Grenzen halt. Daher müssen wir auch unter den Ostsee-Anrainerstaaten gemeinsame Maßnahmen ergreifen, um auf diese Bedrohung zu reagieren", hatte die finnische Innenministerin Mari Rantanen damals mitgeteilt. Mitbekommen hat das vor zwei Monaten kaum jemand. Das könnte dieses Mal anders werden.
Woher die Drohne stammt, ist bisher unklar.
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Dinge, die aus Sicht des finnischen Innenministeriums gemeinsam angegangen werden könnten: Frühwarnsysteme, harmonisierte Meldeverfahren, schnelle Kommunikationswege und regelmäßige gemeinsame Übungen. Die Ostsee-Anrainer benötigten außerdem ein gemeinsames Lagebild sowie koordinierte grenzüberschreitende Maßnahmen.
Der Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle zeige, "dass Drohnen und andere Sicherheitsbedrohungen nicht nur ein Problem für die Frontstaaten" seien, heißt es aus Finnland. Die gesamte EU könne Ziel sein. In Flensburg mit von der Partie ist auch der zuständige Minister aus Irland, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat. Er soll die Ideen der Ostsee-Anrainer auf europäischer Ebene einbringen.