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Verbraucherschützer fordern strengere Regeln für Social Media in Deutschland
von Carsten Knobloch
28. Aug. 2026 |
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Nach dem milliardenschweren Vergleich von Meta in den USA werden nun auch hierzulande die Rufe nach strengeren Vorgaben für soziale Netzwerke (mal wieder) lauter. Meta hatte sich in einem Rechtsstreit um Social-Media-Sucht bei Minderjährigen mit US-Bundesstaaten auf eine Zahlung von knapp 16,7 Milliarden US-Dollar (ca. 15,3 Milliarden Euro) sowie weitreichende Einschränkungen über die nächsten zehn Jahre geeinigt.
Für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ist das Anlass genug, auch für den deutschen Markt nachzuschärfen. vzbv-Vorständin Ramona Pop fordert konkrete Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche. Maßnahmen wie Zeitlimits, nächtliche Sperren oder standardmäßig abgeschaltete Push-Benachrichtigungen könnten den permanenten Nutzungsdruck spürbar reduzieren.
Allerdings reichen reine Nutzungsbeschränkungen aus Sicht der Verbraucherschützer nicht aus. Das eigentliche Problem seien die Geschäftsmodelle und Algorithmen, die gezielt auf maximale Verweildauer getrimmt sind. Plattformen müssten daher von Grund auf sicher für Minderjährige konzipiert werden, anstatt die Verantwortung komplett den Eltern zu überlassen. Potenzielle Risikofunktionen sollten demnach erst nach einem verifizierten Nachweis der Volljährigkeit freigeschaltet werden – wobei diese Nachweis-Geschichten wieder ein anderes Thema (für sich) sind.
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