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Star Wars: Galactic Racer: Ex-Burnout-Macher wollen das Rennspiel-Genre revolutionieren
Matt Webster und Kieran Crimmins von Fuse Games verraten im Interview, warum modernen Arcade-Racern die Konsequenzen fehlen und wie ihr neuer Titel das ändert.
Es gibt nur wenige Rennspiele, die so gut sind wie Burnout Paradise. Ihr könntet sogar behaupten, dass es gar keine gibt, auch wenn der Kampf um den ersten Platz hart ist. Das Spiel ist so ein Klassiker, dass sich die Frage aufdrängt: Warum hat seitdem niemand mehr einen derart guten Racer hinbekommen? Nur wenige Menschen auf diesem Planeten können das beantworten.
Zum Glück waren Anfang des Monats auf dem Summer Game Fest zwei dieser Leute anwesend: Matt Webster, Gründer und CEO von Fuse Games, und Creative Director Kieran Crimmins. Beide arbeiten derzeit hart an Star Wars: Galactic Racer. Da sie damals bei Criterion waren, als Burnout Paradise entstand, nahmen sie sich etwas Zeit. Sie schwelgten in Erinnerungen und sprachen darüber, warum das Spiel so gut ist und wie Fuse Games versucht, diesen Mega-Erfolg zu wiederholen.
"Manchmal ist es einfach ein absoluter Glücksgriff", erklärte Webster gegenüber Eurogamer. Er verwies auf den Wunsch des damaligen Burnout Paradise-Teams, die Arcade-Racer-Erfahrung in eine offene Spielwelt zu verfrachten. Da es zu dieser Zeit eigentlich kein Spiel gab, das so etwas machte, bot sich ihnen eine wunderbare Gelegenheit, kreativ zu werden.
"Wir haben uns das alles quasi im Vorbeigehen ausgedacht", so Webster. "Der Online-Multiplayer in Burnout Paradise – ihr habt einfach nur im Auto rumgeblödelt. Das Spiel nicht zu spielen, war das Spiel! Heute gibt es Forza Horizon 6, das dies auf wunderbare Weise perfektioniert. Es ist wunderschön und herrlich kreativ, aber letztendlich erlebt ihr dort ein soziales Fahrerlebnis."
"Paradise war in vielerlei Hinsicht ein enormer Sprung. Man könnte es nicht einfach neu auflegen und denselben kulturellen Einfluss erwarten oder den Leuten die gleichen Erfahrungen bieten", fügt Crimmins hinzu. "Trotzdem versuchen es die Leute ständig. Jeder will das bestmögliche und interessanteste Spiel machen. Aber so ein Geniestreich gelingt eben nicht auf Knopfdruck. Der einzige Weg dorthin führt über etwas Neues, etwas Innovatives. Dabei muss das Spielerlebnis immer im Mittelpunkt stehen."
Einen solchen Ausnahmetitel zu erschaffen, ist natürlich verdammt schwer. Dennoch versuchen Webster, Crimmins und ihr Team bei Fuse mit Galactic Racer genau das erneut zu schaffen. Sie wollen das Genre wieder ein Stück voranbringen. Webster glaubt auch zu wissen, was den aktuellen Spielen derzeit fehlt.
Das britische Studio Fuse Games vereint zahlreiche Veteranen von Criterion Games und Electronic Arts. Die Entwickler blicken auf eine jahrzehntelange gemeinsame Erfahrung zurück und haben Meilensteine wie Burnout Paradise sowie diverse Need-for-Speed-Ableger maßgeblich geprägt.
"Es fehlen die Konsequenzen", erklärte er. "Es ist schwierig, Konsequenzen zu spüren, wenn es eine Rückspultaste gibt, oder? Wie bringen wir also wieder Tragweite in die Struktur? Es geht nicht nur um die Folgen eines Crashs, sondern auch um Entscheidungen. Nehmt euren Build. Was wollt ihr damit eigentlich erreichen?"
"Wir wollen das Genre weiterentwickeln. In dieser Hinsicht gibt es Parallelen zu Paradise. Wir versuchen einfach, neue coole Sachen zu erfinden. Genau das ist unser Ziel. Es passiert eben nur zufällig im Rahmen eines Star Wars-Rennspiels."