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KI rekonstruiert erstes Bundesliga-Tor von 1963
Bilder gibt es keine, weil der Kameramann gepennt hat: KI-Experten haben nun das erste Tor der Bundesligageschichte von Dortmunds Timo Konietzka rekonstruiert.
Keine künstlichen Intelligenzen: Die Zeitzeugen Eugen Kraas, Manfred Salm und Franz Hermann.
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Zum Auftakt der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende haben Borussia Dortmund und Hauptsponsor Vodafone das erste Tor der Bundesligageschichte mittels künstlicher Intelligenz rekonstruiert. Von dem Treffer, den Dortmunds 2012 verstorbene Stürmerlegende Timo Konietzka am 24. August 1963 erzielte, existieren keine Foto- oder Filmaufnahmen.
Das erste Tor der neu geschaffenen Bundesliga fiel bereits in der ersten Minute der Partie gegen Gastgeber Werder Bremen. Im Stadion war damals nur eine TV-Kamera, deren Bediener nicht rechtzeitig am Platz war. Und die Fotografen hockten alle hinter dem anderen Tor, weil sie mit einem Treffer der Bremer rechneten.
„Alle saßen gut gelaunt hinter dem BVB-Tor, aber alles kam anders als erwartet: Borussia Dortmund schoss das erste Tor“, erinnert sich BVB-Historiker Gerd Kolbe, der im Stadion damals dabei war. „Dass kein einziges Fotodokument des Tores entstand, ist aus der heutigen Sicht absolut unvorstellbar.“
Immerhin existiert eine mündliche Überlieferung des Meisters selbst. „Links durch, Mitte rein, und so von sechs, sieben Meter mit der Innenseite unten ins Eck“, erzählte Konietzka später. Mit solchen Erinnerungen von Zeitzeugen wie Konietzkas Bruder Günter und Zuschauern sowie Archivmaterial haben der Verein, Vodafone und KI-Videoexperten der Produktionsfirma Promptr dann verschiedene KI-Modelle gefüttert.
„Gemeinsam mit Borussia Dortmund haben wir Zeitzeugen befragt, Medienberichte von damals ausgewertet und unterschiedliche Datenpunkte erfasst“, erläutert Vodafone-CEO Marcel de Groot. „Unsere KI-Experten haben die Momente von damals mit all diesen Daten und der Hilfe von mehreren KI-Modellen realitätsgetreu rekonstruiert.“
Aus den Aufzeichnungen anderer Spiele beider Teams aus dieser Zeit bildeten die KI-Experten Bewegungsmodelle, um das Verhalten der Protagonisten in vergleichbaren Spielsituationen nachzustellen. Die U19-Mannschaft des BVB hat das Tor samt vorangegangener Spielsituation nachgestellt. Aus verschiedenen Wettermodellen leiteten die KI-Experten das wahrscheinliche Wetter an diesem ersten Bundesliga-Spieltag ab; auch die Atmosphäre im Stadion hat eine KI nachempfunden.
Das KI-Video mit Konietzkas Tor ist jetzt in der Dokumentation „The Unseen Goal“ zu sehen, die der BVB und Vodafone auf YouTube veröffentlichen und die im linearen Fernsehen bei Sky Sport News zu sehen sein wird. Nach der Premiere im Vereinsmuseum „Borusseum“ werden die Bilder auch beim Spiel gegen den Hamburger SV am Samstag gezeigt und im Deutschen Fußballmuseum verewigt.