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Superreiche in New York: "Wir wollen mehr Steuern zahlen"
Eine Gruppe schwerreicher New Yorker fordert, höher besteuert zu werden. In ihrem neuen Bürgermeister Mamdani haben sie dabei einen politischen Mitstreiter - dessen Mantra im Wahlkampf war "tax the rich".
Abigail Disney wurden die Millionen in die Wiege gelegt. Die Erbin von Disney-Mitgründer Roy Disney weiß, was es heißt, mit Privatjet aufzuwachsen. Und dennoch fordert sie eine höhere Besteuerung der Reichen - so wie auch der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani.
Ihr Großvater Roy Disney war im Unternehmen der Mann für die Finanzen, sein Bruder Walt der Kreative, der Erfinder von Mickey Mouse. "Das ist Opa", sagt Abigail Disney und zeigt auf den Mann in dem Video auf ihrem Bildschirm, der bis heute ihr großes Vorbild ist. Das Video war in seinem Haus in Hollywood gedreht worden, als sie noch ein Kind war. "Dort lebten die, die zwar wohlhabend waren, aber nicht in den gigantischen Villen wohnen wollten."
"Mein Großvater hat nie mehr als 20-mal so viel verdient wie seine Angestellten im Schnitt", erklärt die 66-Jährige. Er habe noch den Müll aufgehoben, wenn er durchs Disneyland ging. Der jetzige Disney-Boss verdient das 800-fache von seinen Mitarbeitern.
Abigail Disney ist Multimillionärin und fordert, dass Menschen wie sie höhere Steuern zahlen sollten.
Die Disney-Erbin interessiert, wie sich Reichtum im Laufe der Zeit verändert hat und warum die Kluft zwischen Arm und Reich heute so groß ist wie noch nie. Sie hat selbst den größten Teil ihres Vermögens gespendet. Superreiche wie Amazon-Gründer Jeff Bezos könnten ihr Geld im ganzen Leben nicht ausgeben. "Ein Albtraum ist das - wie können wir das als normal akzeptieren?", fragt sie.
Disney kämpft gemeinsam mit einer Gruppe von mehr als 100 "Patriotischen Millionären" seit Jahren dafür, dass Reiche höher besteuert werden. Jetzt haben sie einen bekannten Unterstützer gefunden: Zohran Mamdani, den neuen Bürgermeister der reichsten Stadt der USA.
"Tax the rich", lautete das Mantra seines Wahlkampfes. In einem ersten Schritt will er die Eigentümer von Luxusimmobilien zur Kasse bitten. Sie sollen eine jährliche Abgabe für Wohnungen im Wert von mehr als fünf Millionen Dollar zahlen, wenn sie nicht regelmäßig dort wohnen. "Jeder muss seinen Beitrag leisten in dieser Stadt. Und manche ein kleines bisschen mehr als andere", erklärte Mamdani in einem Social-Media-Post, der viral ging und fast fünf Millionen Likes bekam.
Der New Yorker Bürgermeister hat eine Steuer für Luxus-Zweitwohnungen angekündigt.
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In New York leben fast 400.000 Millionäre und etwa 66 Milliardäre. Eine Gruppe von ihnen hatte Millionen investiert, um Mamdani als Bürgermeister zu verhindern, sich nach seiner Wahl aber zunächst mit Kritik zurückgehalten.