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Hordeguard: Wenn Wikinger-Tower-Defense auf den Look von WarCraft 3 und Siedler trifft
Das Indie-Spiel von Black Deer Games mischt Echtzeitstrategie mit Rollenspiel. Wir haben den Mix aus Basenbau, Koop und stressfreier Erkundung angespielt.
Hordeguard vom Zwei-Mann-Entwicklerstudio Black Deer Games ist ein weiterer Titel, den Daedalic Entertainment unter seine Fittiche genommen hat. Während etwa Ghost Haunting ein klassisches Point-and-Click-Adventure darstellt, geht Hordeguard in eine völlig andere Richtung: Es ist ein Tower-Defense-Spiel mit Wikinger-Setting. Eines, bei dem auch noch Elemente aus den Echtzeitstrategie- und Rollenspiel-Genres mit einfließen.
Hordeguard ist ein Strategie-Mix aus Tower-Defense, Echtzeitstrategie und RPG im Wikinger-Setting. Das Spiel wird von Black Deer Games entwickelt und von Daedalic Entertainment veröffentlicht. Ein konkretes Release-Datum steht noch nicht fest.
Black Deer Games wurde ursprünglich 2015 von Solo-Entwickler Peter Jurkovský gegründet, der das PC-Spiel Juro Janosik veröffentlichte und dafür mehrere Auszeichnungen erhielt. Ihm schloss sich später der 3D-Artist Dávid Jankes an – ein Branchenveteran mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, der an Titeln wie der Mafia-Serie, Silent Hill und Homefront gearbeitet hat.
Spielerisch setzt man dabei auf Helden-Gameplay, denn ihr übernehmt die Rolle eines Wikingers. Der männliche Charakter ist ein Nahkämpfer, die weibliche Spielfigur teilt aus der Distanz aus. Stirbt euer Charakter, werdet ihr einfach zu einem Geist und könnt an eurem Hauptgebäude oder an speziellen Schreinen respawnen.
Der Tower-Defense-Part wird durch Base-Building-Elemente ergänzt, indem ihr nicht nur klassische Türme, Mauern oder Tore zur Verteidigung errichtet, sondern auch viele andere Gebäude. Dafür benötigt ihr Rohstoffe wie Stein, Holz und Gold, die ihr zugleich für Upgrades verwendet. Sobald ihr euer Hauptgebäude auf Stufe 3 gebracht habt, könnt ihr alles bis aufs Maximum verbessern - allein für eure Türme gibt es 17 verschiedene Verbesserungsstufen.
Natürlich werdet ihr dann auch regelmäßig von feindlichen Wellen angegriffen. Ihr könnt verbündete Truppen per Pfiff zu euch rufen, um Vorstöße beziehungsweise Verteidigung zu koordinieren. Abseits von Mauern erschafft ihr weitere Barrikaden und tödliche Fallen, mit denen ihr sowohl Boden- als auch Lufteinheiten zurückschlagt. Darüber hinaus werdet ihr für Erfolge entsprechend belohnt, findet etwa Edelsteine in zerstörbaren Objekten, schaltet nach Siegen Mutatoren und Perks frei und bereitet euch danach auf die nächste Schlacht vor. Jeder Held hat zudem Spezialfähigkeiten – wie den Flächenangriff des Nahkämpfers oder den Pfeilregen der Bogenschützin.
Optisch will Black Deer Games durch fünf verschiedene Biome (darunter Winter, Dschungel und Untergrund/Lava) für Abwechslung sorgen. Sie umfassen jeweils drei Level, alles wird zunehmend düsterer und härter - am Ende jeder Region wartet schließlich ein Bosskampf auf euch. Wie Jankes betont, hat man sich beim Hordeguard-Grafikstil von Titeln wie WarCraft 3, Age of Empires und Die Siedler inspirieren lassen, was man dem Look durchaus anmerkt.
Übrigens habt ihr nicht ständig die tickende Uhr im Nacken, denn am Rande eures Dorfes stoppt der In-Game-Timer. “Wir wollten nicht, dass ihr permanent unter Zeitdruck steht”, erläutert er. In dieser "Cozy Time" könnt ihr in Ruhe die Karte erkunden, versteckte Schreine finden, Nebenquests erledigen, Loot sammeln und euer weiteres Vorgehen überdenken.
Insgesamt soll es vier Schwierigkeitsgrade geben. Laut Jankes ist Hordeguard für Einsteiger super zugänglich, aber auf den höheren Stufen müsst ihr extrem taktisch vorgehen. Außerdem gibt es einen lokalen Koop-Modus (via Splitscreen oder Steam Remote Play). “Im Koop verändert sich das Gameplay massiv, da ihr Aufgaben wie Ressourcen sammeln, Bauen, Reparieren und Kämpfen untereinander aufteilen müsst”, erklärt er. Einen dedizierten Online-Modus wird es aktuell zwar nicht geben, das Team schließt ihn für die Zukunft aber nicht völlig aus.