// STADT-BREMERHAVEN — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Was ist los bei ChatGPT? Einige Nutzer werden mit Verifikationscodes bombardiert
von André Westphal
31. Aug. 2026 |
14
Bei ChatGPT brodelt es ein wenig im Hintergrund. Online gibt es Berichte von Nutzern, die mehrmals täglich mit temporären Verifikationscodes regelrecht bombardiert werden. Seit heute gehöre ich selbst dazu, weswegen ich auf das Problem aufmerksam geworden bin. Mehrmals täglich gehen die Codes ein, welche tatsächlich von einer offiziellen E-Mail-Adresse (noreply@tm.openai.com) von OpenAI stammen.
So kann ich anhand der E-Mails einen Phishing-Versuch ausschließen. Der Quelltext der Mails ist unauffällig und es sind in der Nachricht auch keine dubiosen Links enthalten. Etwa führt ein Link tatsächlich korrekt zum Supportbereich von OpenAI.
Ok, die E-Mails sind also sauber, aber was steckt dann dahinter? Bei mir persönlich gingen etwa allein in der letzten halben Stunde vier solcher temporären Verifizierungscodes ein. Pikant: Mit der betroffenen E-Mail-Adresse betreibe ich gar kein Konto bei ChatGPT.
Ich habe ein wenig nach weiteren Betroffenen gesucht. Dabei fällt auf, dass diese offenbar alle auch aus Deutschland stammen. Auch die anderen Leidtragenden geben an, dass sie kein Konto bei ChatGPT angelegt haben, aber dennoch mehrfach täglich die temporären Verifizierungscodes erhalten. Hier kann man dann letzten Endes nur ein wenig spekulieren, was die Ursache sein könnte.
Denkbar ist, dass sich vielleicht Kriminelle bzw. deren Bots aus Leaks E-Mail-Adressen zusammengeklaubt haben und diese nun stumpf zur Registrierung bei ChatGPT verwenden - ohne zu bedenken, dass dann erst einmal so ein temporärer Verifikationscode versendet wird. So wirklich durchdacht wäre diese Masche damit also nicht.
Eine Gemeinsamkeit: Die betroffenen Nutzer stammen offenbar nicht nur alle aus Deutschland, sondern verwenden auch größtenteils Freemail-Konten von z. B. Yahoo!, GMX.de, Web.de und Co. Die E-Mail-Konten der User scheinen dabei sicher zu sein, da berichten die Anwender jedenfalls nicht über offenkundige Probleme.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Angelegenheit bald klärt. Alle paar Minuten einen temporären Verifikationscode von OpenAI geschickt zu bekommen, muss nicht unbedingt sein. Eventuell sind ja auch schon einige Leser darüber gestolpert? Jetzt wisst ihr: Ihr seid nicht alleine. Im Zweifelsfall checkt mal eure E-Mail bei Have I been pwned. Es ist zumindest wahrscheinlich, dass jemand aus Leaks an die jeweiligen Adressen gekommen ist und jetzt bei ChatGPT damit irgendein Schindluder betreibt.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.