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KI-Update kompakt: Five-Eyes-Warnung, GPT-5.5-Cyber, Vibecoding, Filmbranche
Das "KI-Update" liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Die Cybersicherheitsbehörden der „Five Eyes“, dem seit dem Zweiten Weltkrieg bestehenden Geheimdienstbündnis von Australien, Neuseeland, Großbritannien, Kanada und den USA, warnen vor rasant wachsenden Cyberrisiken durch KI. Für Angreifer sei KI bereits Alltag, die Verteidiger müssten nachziehen. Frontiermodelle machten Angriffe schneller und präziser, das Zeitfenster zwischen dem Entdecken einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung schrumpfe. Zero Days seien keine Ausnahme mehr, sondern eine zwangsläufige Begleiterscheinung leistungsfähigerer Systeme. Auffällig ist die Adresse der Erklärung: Sie richtet sich an Vorstände, nicht an IT-Abteilungen. Cyberrisiko sei Chefsache.
Die Stellungnahme erschien, kurz nachdem die US-Regierung Anthropic untersagt hat, seine Modelle Mythos und Fable Ausländern bereitzustellen. Anthropic zog Fable daraufhin zurück. Passend dazu warnt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in einem Papier zur IT-Sicherheitslage vor einer verschärften Bedrohung. Seine Empfehlungen gleichen denen der Five Eyes: Unternehmen müssten davon ausgehen, dass nachträglich gepatchte Zero-Day-Lücken bereits ausgenutzt wurden, und ihre Kapazitäten zur Erkennung von Vorfällen mit zusätzlichem Personal ausbauen.
Das Bundeskabinett hat eine Reform des Energieeffizienzgesetzes auf den Weg gebracht. Sie betrifft vor allem Rechenzentren, die zentral für KI-Anwendungen sind und enorme Mengen Strom verbrauchen. Künftig sollen Betreiber weniger streng nachweisen müssen, wie viel Energie ihre Anlagen tatsächlich verbrauchen. Viele Unternehmen würden zudem von der Prüfpflicht befreit.
Die IT-Wirtschaft warnt vor Überregulierung, zivilgesellschaftliche Organisationen befürchten Rückschritte beim Klimaschutz und einen Kniefall vor den Tech-Konzernen. Für Betreiber von KI-Rechenzentren sänken die Anreize, auf klimafreundliche Energie umzusteigen. So blieben große Potenziale zum Energiesparen ungenutzt, lautet die Kritik.
OpenAI verkündet eine Sicherheitsinitiative aus drei Teilen, gerade da Konkurrent Anthropic mit Mythos ins Schlingern geraten ist. Das Update für das Modell GPT-5.5-Cyber zielt auf große Code-Basen und bezieht den gesamten Patch-Zyklus mit ein, vom Testen bis zum Produktions-Workflow. Hinzu kommen ein Sicherheits-Plugin für das Programmiertool Codex und ein Review-Service für Open-Source-Projekte mit der Sicherheitsfirma Trail of Bits. Im Test Cybergym schneidet Cyber etwas besser ab als Mythos, andernorts liegen die Modelle gleichauf. Wie Mythos ist Cyber nur für ausgewählte Partner zugänglich, nun auch europäische.
Sicherheitsexperten halten die Modelle für effektiv, doch der Vorsprung gegenüber offenen oder chinesischen Modellen sei kleiner, als das Marketing suggeriert. Manche vermuten dahinter Ideen von Börsengängen oder schlicht den hohen Hardwarebedarf, der den Zugang begrenzt. Experte John Cullors hält das Ganze für großes Theater. Spannend ist der Review-Service „Patch the Planet“: Projekte wie Python, Rust oder Curl bekamen eine Woche lang ein Review durch Berater und GPT-Cyber, dabei wurden Lücken entdeckt und gefixt.
Die Grünen in Nordrhein-Westfalen wollen die Zusammenarbeit mit Palantir, einem US-Datenanalyse-Unternehmen, beenden. Die Parteibasis fordert die schwarz-grüne Landesregierung auf, keine neuen Verträge zu schließen und bestehende zu kündigen. Das schafft Konflikt in der Koalition, denn die CDU hält die Software für unverzichtbar. Das KI-Tool kann große Datenmengen verknüpfen und Persönlichkeitsprofile erstellen. Kritiker sehen verfassungsrechtliche Probleme und warnen vor Überwachu