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The Witcher 3 Remastered: Warum CD Projekt Red für das riesige Update kein Geld verlangt
Die Entwickler erklären, wie die optischen und spielerischen Verbesserungen entstanden sind und ein glücklicher Zufall zur neuen Erweiterung führte.
Der polnische Entwickler CD Projekt Red hat offenbar nie in Erwägung gezogen, für die kürzlich enthüllte Remastered Edition von The Witcher 3 Geld zu verlangen. Zudem erklärte das Studio genauer, wie die Erweiterung Songs of the Past überhaupt entstanden ist. Dabei war wohl auch der eine oder andere "glückliche Zufall" im Spiel.
Die auf der gamescom letzte Woche enthüllte Remastered-Edition von The Witcher 3 krempelt das mittlerweile elf Jahre alte Rollenspiel ordentlich um. Die Entwickler schrauben nicht nur an der Grafik, sondern auch am Gameplay. Sie überarbeiten unter anderem das oft kritisierte Kampfsystem, die Gegner-KI, das Reiten und die Skill-Trees. Obwohl offensichtlich eine Menge Arbeit in dieses Projekt geflossen ist, erhalten alle Besitzer des Spiels ein komplett kostenloses Upgrade.
Geld dafür verlangen? "Ich glaube, diesen Gedanken hatten wir nie", verriet CD Projekt Red Co-CEO Michał Nowakowski gegenüber The Game Business. "Wir haben uns diese Frage schlichtweg nie gestellt." Stattdessen sah das Studio das Remaster als eine reine Verbesserung und als perfekte Gelegenheit, die Erweiterung Songs of the Past einzuführen.
"Ich erinnere mich, wie wir gemeinsam mit Fool's Theory immer tiefer in die Entwicklung von Songs of the Past eintauchten", erzählt Nowakowski. "Irgendwann fragten wir uns: 'Warum machen wir das Spiel nicht direkt etwas moderner? Alles fühlt sich an, als wäre es vor zehn Jahren entwickelt worden.' Das brachte den Stein erst so richtig ins Rollen. Wir haben dann einfach überlegt, wie wir das Spiel noch verbessern könnten."
"Es fing mit Kleinigkeiten an. Wir dachten uns: Okay, reparieren wir vielleicht dies, bessern wir jenes aus. Daraus wurde dann ein immer größeres Projekt. Plötzlich wurde uns klar, dass wir hier gerade ein echtes Remaster auf die Beine stellen."
Songs of the Past ist als kostenpflichtige Erweiterung natürlich der "kommerzielle Teil", erklärt Nowakowski. Aber kein Geld für das Remaster zu verlangen, das sei eben der typische CDPR-Weg. "Es fühlte sich einfach richtig an, das Upgrade an alle bestehenden Besitzer zu verschenken." Darüber hinaus kündigte CD Projekt Red an, die beiden alten DLCs – Hearts of Stone sowie Blood and Wine – ab sofort in jeden Neukauf des Spiels zu packen. Vermutlich hat das Studio genau deshalb auch den Preis von The Witcher 3 klammheimlich etwas angehoben.
Unser Kollege Dom erfuhr bereits auf der gamescom, dass CD Projekt die Idee für die Songs of the Past-Erweiterung schon vor "Jahren" hatte. Im Interview mit The Game Business ging Nowakowski noch etwas tiefer ins Detail. Er verriet, dass das Unternehmen eigentlich gar nicht vorhatte, zu dem Spiel zurückzukehren. "Ganz ehrlich: Lange Zeit stand das gar nicht zur Debatte", sagt Nowakowski. "Für uns war The Witcher 3 ein abgeschlossenes Kapitel. Wir dachten, wir würden nie wieder dorthin zurückkehren. Aber dann passierten eben ein paar glückliche Zufälle."
Einer davon war die Zusammenarbeit mit Fool's Theory, einem polnischen Entwicklerstudio, das aus vielen ehemaligen Mitarbeitern von CD Projekt Red besteht. "Sie sollten eigentlich an The Witcher 1 arbeiten", erzählte er und bezog sich dabei auf das Remake von The Witcher 1, das 2022 angekündigt wurde. Dieses Remake ist jedoch mittlerweile von der Bildfläche verschwunden. "Wir haben gemerkt, dass das Projekt etwas mehr Zeit braucht. Das liegt an gewissen technologischen Abhängigkeiten zu The Witcher 4", stellte Nowakowski klar. The Witcher 1 und The Witcher 4 laufen nämlich beide auf der Unreal Engine 5. Es sind die ersten Spiele des Unternehmens, die auf diese Engine setzen.
Mit The Witcher 4 und dem Remake des ersten Teils verabschiedet sich CD Projekt Red von der hauseigenen REDengine. Stattdessen setzt das Studio auf Epics Unreal Engine 5, was laut den Entwicklern eine bessere Skalierbarkeit für k