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Netflix, Disney+, Amazon Prime: Serien und Filme im September 2026 – was sich lohnt
Kinoerfolge, die endlich im Netz zu sehen sind, TV-Klassiker, die eine neue Staffel bekommen: Jeden Monat fassen wir zusammen, welche Serien und Filme neu bei Netflix und Co. sowie in den Mediatheken zu sehen sind. Der Streamingfahrplan.
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Beinahe zehn Jahre ist es her, dass die ersten Folgen des bis dahin teuersten deutschen Serienprojekts ausgestrahlt wurden. Mit Erfolg. »Babylon Berlin« sei Fernsehkunst mit brandaktueller Botschaft, ein großes schwindelerregendes Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik, heißt es 2017 im SPIEGEL. Deutschland, wie es taumelnd vor dem Abgrund steht. Im September schauen wir nun noch tiefer hinein: Die fünfte und letzte Staffel »Babylon Berlin« begleitet die ersten Monate des Jahres 1933, als die Nazis die Macht ergriffen. Auch diesmal ist der Gegenwartsbezug der Serie offensichtlich, schon des Stoffes wegen. Aber auch, weil die neuen Folgen kurz nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erscheinen. Ab 10. September gibt es alle Folgen in der ARD-Mediathek.
Mariana Enríquez ist eine der spannendsten Schriftstellerinnen, die die argentinische Literatur aktuell zu bieten hat. In ihren Geschichten fließen Geistergeschichten und Gesellschaftskritik zu feministischer Horrorliteratur zusammen. Ihre Kurzgeschichte »Meine traurigen Toten« ist erzählt aus Sicht der 60-jährigen, zurückgezogen lebenden Ärztin Emma, die Tote sehen und hören kann. Als ihre Nichte mit der gleichen Gabe Emma besucht, kommt es zum Ungleichgewicht zwischen den Lebenden und den Geistern der Vergangenheit. Es geht um persönliches Trauma, um Staatsgewalt und soziale Brennpunkte.
Auf Netflix erweckt diese Geister der chilenische Regisseur Pablo Larraín (»Spencer «, »El Club«, »Neruda«) zum Leben. Zu sehen ist das als Miniserie ab dem 24. September.
Auch die neue deutsche Serie »City of Blood« will einen das Fürchten lehren. Und hat sich viel vorgenommen: Da ist ein Berlin der Zukunft, in der Hitze der Klima-Apokalypse kaum bewohnbar. Da ist ein blutverschmierter Lars Eidinger mit Raverbrille. Und da sind zwei Schwestern, die die Machenschaften faschistischer Vampire aufdecken. Nachempfunden ist der ambitionierte Plot der Grafic-Novel-Reihe »Berlinoir«, einer Politparabel von 2003. Ob Faschismus, Klimakrise und Vampire die perfekte Mischung für ein sehr deutsches »Vampire« abgeben, zeigt sich ab 16. September auf Disney+.
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Bei Mubi sitzen unterdessen Pop-Guru Rick Rubin und der US-amerikanische Rapper Jay-Z vor einem Mischpult in einem pompösen Pariser Saal. Stilvoll in Schwarz-Weiß versteht sich. Sie reden und reden: über Musik, prägende Erfahrungen, Einflüsse und künstlerische Innovationskraft. Ein wenig wie ein Videopodcast, nur etwas ambitionierter, mit Archivmaterial und renommiertem Kameramann.
Jay-Z zählt zu den einflussreichsten Musikern im Hip-Hop. Rubin hat bereits Legenden wie Johnny Cash oder Neil Diamond an die Essenz ihrer Musik herangeführt. Mit acht Folgen ist ihr Gespräch der entschleunigte Gegenentwurf zu den aktuell so beliebten, schillernden Personenkultdokus und Biopics. Ein bisschen »Deep Talk«, ein bisschen Chronismus, ein bisschen Prätention. Wie tief es wird, zeigt sich ab 19. September bei Mubi.
02.09. | »Emilia« | Historische Dramaserie über eine junge Frau, die während der Mexikanischen Revolution ihren Traum verfolgt, Ärztin zu werden03.09. | »The Gentlemen«, Staffel 2 | Britische Kriminalserie mit Theo James04.09. | »Earle Meets World« | Reality-Serie mit It-Girl Alix Earle, die Einblicke hinter die Kulissen ihres Lebens gewährt08.09. | »DANG!« | Animierte Sitcom über eine Frau, deren perfektes Leben scheitert – und di