// LINUX-MAGAZIN — LINUX & OPEN SOURCE
Nvidia kauft Hugging Face
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Gerüchteweise machte es schon seit Längerem die Runde, nun ist es offiziell: Nvidia kauft die Plattform für KI-Modelle und Datensätze, Hugging Face, für 13 Milliarden Dollar.
Die Summe besteht aus etwa 11,9 Milliarden Dollar Kaufpreis und einem Aktienprogramm von bis zu einer Milliarde Dollar zur Bindung der Beschäftigten. Nvidia, der führende Chip-Hersteller im KI-Sektor, baut damit seine Vormachtstellung dort weiter aus. Mit dem Kauf sichert er sich die zentrale Verteilstelle für offene Modelle und einen Vertriebsweg für Rechenleistung.
Noch im Vorjahr hatte Hugging Face ein Investment von Nvidia abgelehnt. Nun wird die New Yorker Plattform im Zuge des größten Investments der Nvidia-Firmengeschichte gleich ganz übernommen. Damit erweitert Nvidia seine Aktivitäten im Bereich offener Modelle weiter aus. Solche Modelle wurden zuletzt vor allem in China entwickelt und machen den proprietären amerikanischen Modellen von OpenAI oder Anthropic Konkurrenz, die gleichzeitig Großkunden von Nvidia sind.
Nvidia verlautbart, das Hugging Face eine offene Plattform bleiben soll. Es sei mit rund 18 Millionen Nutzern und drei Millionen einzelnen Modellen ein “lebhaftes Zuhause” für die Entwicklerwelt. Mehr als 200 000 Firmen nutzen die Plattform. “Gemeinsam werden wir KI offener, leistungsfähiger und für Menschen und Institutionen auf der ganzen Welt zugänglicher machen”, schrieb Jensen Huang, der Vorstandsvorsitzende von Nvidia, in einem Blogbeitrag und fügte hinzu, dass sein Unternehmen bereits die meisten offenen Modelle und Daten zu Hugging Face beitrage.
Google kündigt zwei Versionen eines neuen 3.8 Flash an: ein Standardmodell für agentenbasierte Aufgaben, Softwareentwicklung und mehrstufiges Schlussfolgern sowie Flash Cyber, das für die Erkennung und Behebung von Sicherheitslücken optimiert ist.
Die US-Regierung ergreift in einer offiziellen Stellungnahme (Statement of Interest of the United States) im Zusammenhang mit dem Verfahren der New York Times und mehrerer Buchautoren und Verleger gegen OpenAI und Microsoft Partei für das KI-Unternehmen.
Das Incus-Team hat Version 7.4 veröffentlicht. Für virtuelle Maschinen führt Incus 7.4 Werkzeuge zur Verwaltung von UEFI-Secure-Boot-Schlüsseln ein.
OpenProject hat Version 17.8 veröffentlicht. Nach Angaben des OpenProject-Teams erweitert die neue Version vor allem den MCP-Server, über den KI-Assistenten mit OpenProject interagieren können. Die Funktion steht als Enterprise-Add-on ab dem Professional Plan zur Verfügung.
In einer mit Spannung erwarteten Entscheidung entschied eine Bundesrichterin jetzt, Google müsse sein Ad-Tech-Geschäft umgestalten, um kartellrechtliche Bedenken auszuräumen, nannte jedoch keine konkreten Maßnahmen.