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Audacity 4.0: Großes Update bringt neue Qt-Oberfläche, ASIO-Support und neues Clip-Editing
von Carsten Knobloch
3. Sep. 2026 |
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Für den beliebten Open-Source-Audioeditor Audacity steht mit Version 4.0 ein massiver Versionssprung ins Haus. Die Entwickler haben die Anwendung technisch grundlegend umgekrempelt und die Benutzeroberfläche komplett auf Basis von Qt neu aufgebaut.
Damit einher geht eine native Unterstützung für hochauflösende High-DPI-Bildschirme sowie ein modulares Layout. Werkzeugleisten und Bedienfelder lassen sich nun flexibel verschieben, andocken oder ausblenden und als eigene Arbeitsbereiche abspeichern. Neben einem frischen Logo stehen zudem Themes in Hell, Dunkel und mit hohem Kontrast bereit. Das waren ja so Dinger, die in der Community häufig gewünscht wurden (okay, das Logo nicht, das wurde....sagen wir mal..."kontrovers" diskutuert).
Ebenfalls grundlegend überarbeitet wurde das Handling von Audio-Clips. Einzelne oder mehrere Clips lassen sich jetzt direkt anklicken, gruppieren und gemeinsam verschieben, trimmen oder per Time-Stretching anpassen. Schiebt man einen Clip über einen anderen, wird der überlappende Teil künftig ersetzt, anstatt den Vorgang zu blockieren. Auch das Zerteilen von Spuren klappt mit einer dedizierten Schnittfunktion über die Taste S deutlich flotter. Die bisherigen separaten Werkzeug-Modi (Auswahl oder das Zeichnen von Samples) wurden gestrichen und arbeiten nun kontextsensitiv, etwa abhängig von der Zoomstufe.
Für Nutzer unter Windows gibt es eine nette Neuerung: Die offiziellen Builds unterstützen ab sofort ASIO für Aufnahme und Wiedergabe direkt ab Werk. Die Wiedergabeposition lässt sich während des laufenden Betriebs verschieben, ohne dass die Wiedergabe stoppt, und neue Aufnahmen können an jeder beliebigen Stelle der Timeline gestartet werden. Mit dem Generationswechsel führt die Software auch das neue Dateiformat .aup4 ein. Ältere .aup3-Projekte werden beim Öffnen automatisch konvertiert, lassen sich danach aber nicht mehr im alten Format abspeichern.
Wo viel neu gebaut wird, fehlen zum Start allerdings noch einige Dinge. Funktionen wie MIDI- und Notenspuren, der Mixer, Time Tracks, der Makro-Manager sowie VAMP- und LADSPA-Plugins sind in Version 4.0 vorerst nicht enthalten und sollen mit künftigen Updates nachgereicht werden. Wer auf diese Werkzeuge im täglichen Workflow angewiesen ist, wartet mit dem Umstieg also vermutlich besser noch ein wenig. Und bei Interesse lest ihr euch einfach hier ein und holt euch gegebenenfalls den Download.
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