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The Elder Scrolls Oblivion Remaster für Switch 2 angespielt: RPG-Cozy-Gaming
Einfach mal treiben lassen: Wie sich der alte Bethesda-Klassiker auf Nintendos neuer Konsole schlägt und wo die Technik aktuell noch ins Schwitzen kommt
Eine technisch überarbeitete Neuauflage von Bethesdas Open-World-Rollenspiel aus dem Jahr 2006. Das Remaster bringt den Genre-Klassiker mit behutsamen optischen Anpassungen auf moderne Plattformen - jetzt auch Nintendo Switch 2 - und lässt Spieler die Provinz Cyrodiil frei erkunden.
Ich durchlebe hier echte spielerische Schleudertraumata. Von Elden Ring, meinem letzten Switch-2-Titel, geht es direkt weiter zu The Elder Scrolls Oblivion Remaster. Die Spielerfahrung könnte kaum unterschiedlicher sein. Nach From Soft ist Bethesdas neu aufgelegter RPG-Klassiker praktisch eine Art von Cozy Gaming. Vor allem ist es aber ein Blick darauf, dass früher so vieles anders war und dass uns ganz andere Dinge begeistert haben als das heute der Fall ist.
Das erste Mal aus den Abwasserkanälen des Intros in die große Welt entlassen zu werden, mit einer eher vagen Idee, wo es nun hingehen könnte, und vor allem ganz viel Freiheit, das gehört zu den Gaming-Momenten, die einfach bleiben. Sicher kann man ganz strukturiert vorgehen und einfach dem Questmarker folgen. Aber wer Elder Scrolls so spielt, Oblivion noch mehr als Skyrim, verpasst das Beste dessen, was die Serie zu bieten hat: Die Freiheit, einfach loszuziehen und sich einer Art Abenteurer-Leben, getrieben von Zufällen und Gelegenheiten, hinzugeben.
Ich war erstaunt, dass das immer noch funktioniert. Bei meinem ersten Artikel zu Oblivion Remaster habe ich sehr fokussiert gespielt, wollte ein wenig schauen, was die Handlung noch so hergibt und vor allem, wie das Remaster technisch gelang. Dieses Mal, auf der Switch 2, habe ich mich in Oblivion einfach treiben lassen, ganz wie damals. Stieg in einen der Rando-Dungeons, spazierte durch die Städte, besuchte Farmen, stolperte immer wieder über kleine Quests, die ich seit 20 oder mehr Jahren längst vergessen hatte. Manche löste ich, manche sind immer noch in der Liste, ich habe da keinen Erfolgsdruck. Es ist wie Urlaub nach Elden Ring, das zwar auch sehr frei daherkommt, aber doch einen „immer weiter“-Sog entfesselt. In Oblivion? Warum Schnellreise, wenn der Weg das Ziel ist und das Ziel heißt, nach einem langen Tag einfach mal ein wenig abzuschalten.
Sicher, das liegt auch an dem Grundproblem von The Elder Scrolls, das eigentlich ja mal eine Lösung war: Der sich anpassende Schwierigkeitsgrad. Schon mit Level 2 ist es kein Problem, durch ein Dämonenportal zu wandern, dort zwei Dutzend der Bewohner das Herz rauszureißen und sich dann zu wundern, warum der Boss dieser Pocket-Dimension so eine große Klappe hat. Der blutriefende Zweihänder, der tropfende Rucksack voller Herzen und die tiefenentspannten Bewegungen des Helden sollten ihm ein Hinweis sein, wo das Ganze in den nächsten 60 Sekunden hingehen wird.
Bereits seit den frühen Tagen von Elder Scrolls war es so, dass ihr überall in der nicht kleinen Welt hinkönnt, und egal, was ihr dort an Monstern trefft, ihr werdet eine Chance haben, es zu besiegen. Und zwar exakt die gleiche, ob ihr nun Level 2 oder Level 30 seid. Kein Level-Gating auf der einen Seite, aber eben auch keine Zufriedenheit, dass man drei Level weiter nun bereit ist für neue Erkundungen. Das Konzept war schon immer recht eigen und ich war nie der größte Fan. Zumindest bis zu diesem Fall hier, denn wenn man einfach nur herumstreunen möchte und keine echte Herausforderung sucht, dann ist es natürlich perfekt. Einfach ein paar altvertraute Orte besuchen, sich umgucken, eine Quest mitnehmen und sich nicht darum kümmern zu müssen, ob man jetzt schon die Level für den Südosten oder die Berge im Norden hat, ist klasse. Nehmt es als Hinweis, als eine Einladung, das zu tun, aber eben auch als Warnung, wenn ihr eine andere Art von Spielerlebnis sucht.
Die Welt an sich hat sich, das hatte ich in der ersten Runde im letzten Jahr schon festgestellt, ganz gut gehalten. Sicher, technisch i