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IFA: Midea stellt neue PortaSplit mit Propan vor
Klimafreundlicheres Kältemittel, Verbesserungen beim Kondensat, Matter-Support – 2027 erscheint eine neue Version der mobilen Klimaanlage Midea PortaSplit.
Auf der IFA 2026 in Berlin zeigt Midea ausschließlich die bisherige Portasplit.
Die mobile Splitklimaanlage PortaSplit bekommt eine Neuauflage. Für Interessierte innerhalb der EU die wichtigste Neuerung: Midea ersetzt das bisherige klimaschädliche Gas R32 durch R290 (Propan). Der Wechsel ist wegen der EU-F-Gase-Verordnung notwendig, damit Midea die PortaSplit 2027 weiter nach Europa einführen darf. R32 hat ein Global Warming Potential (GWP) von 675. Das bedeutet, dass ein Kilogramm des Kältemittels in der Atmosphäre in 100 Jahren so viel Klimaerwärmungspotenzial entfaltet wie 675 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Für Propan hingegen wird in der EU-Verordnung der GWP 0,02 angegeben.
Zahlreiche Details zur neuen PortaSplit verrieten die Entwickler in Berlin auf der IFA. Demnach erhält die Propan-Version der PortaSplit einige Verbesserungen, die die Probleme der bisherigen R32-PortaSplit lösen. Ein neuer Funkchip verbessert zudem die Smart-Home-Integration mit dem herstellerübergreifenden Standard Matter 1.6. Einen Prototyp oder gar fertiges Gerät gab es allerdings noch nicht zu sehen.
Ganz oben auf der Liste der Verbesserungen steht der Filter für das Kondenswasser, das sich in der Inneneinheit bildet. Es wird durch eine Pumpe zur Außeneinheit geleitet und fließt dort ab. Bei der Neuauflage sollen Nutzer den Filter entnehmen und selbst reinigen können, um Verstopfungen zu vermeiden. Bei der bisherigen R32-Version kann hier der berüchtigte Fehler P1 auftreten: Das Kondensat selbst ist zwar rein, allerdings können Bakterien in der Luft die Bildung eines Biofilms begünstigen, vor allem, wenn das Klimagerät länger ausgeschaltet herumsteht. Die Auffangwanne unten bleibt prinzipbedingt vorhanden.
Für die Außeneinheit plant Midea eine neue Bodenplatte zur Ausleitung des Kondenswassers. Bisher fließt es mit wenig Druck ab, auch wenn man einen Schlauch zur Weiterleitung anschließt. Bei der Propan-Version soll das Kondensat mit hohem Druck abfließen, auch durch einen längeren angebrachten Schlauch.
Wenn alles klappt, könnte noch ein Nachrüst-Kit für die Propan-PortaSplit erscheinen. Die Idee: Es soll sich kein Kondenswasser mehr ansammeln, Nutzer müssen sich um nichts mehr kümmern. Zur Funktionsweise schweigen sich die Entwickler aktuell noch aus. Bislang steht auch nicht fest, ob das Kit tatsächlich kommt.
Midea hofft, die Propan-PortaSplit bis zum Sommer 2027 in den europäischen Handel bringen zu können. Eine überarbeitete Cool-Variante ohne Heizfunktion soll später folgen.
Die bisherigen R32-Varianten sollen erst einmal erhältlich bleiben: Bis zum Jahresende will der Hersteller weitere Chargen nach Europa liefern. Alle bis zum 31. Dezember 2026 eingeführten Geräte dürfen Händler trotz der F-Gase-Verordnung auch im kommenden Jahr noch abverkaufen. Im Winter könnten also wieder Schnäppchen erhältlich sein.
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