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heise+ | 10-Gigabit-Netzwerk für zu Hause: Voraussetzungen und Verkabelung
Die Preise für 10G-Hardware fallen und machen das Thema so auch für kleine Büros und daheim spannend. Wir beleuchten die Voraussetzungen und den Nutzen.
Lange waren Gigabit-Ethernet-Ports der Standard in der IT-Welt und schnellere Hardware vergleichsweise teuer. Doch derzeit zeichnet sich ein Wandel ab: 2.5GBase-T ist schon Standard bei Mittel- und Oberklasse-Mainboards und 10-Gigabit-Karten wie USB-Adapter fallen im Preis. Immer mehr Netzwerkspeicher besitzen NBase-T-Ports, die bis 10 Gbit/s hochschalten, sodass Daten schneller durchs Netz fliegen. Damit wird auch die höchste derzeit über Kupfer mögliche Geschwindigkeitsstufe für kleinere Netze und Budgets interessant.
Um Ihnen den Einstieg ins 10-Gigabit-Netz zu erleichtern, erklären wir im folgenden Text, wann sich der Umstieg für Sie lohnt, welche Voraussetzungen Ihre Netzwerkinfrastruktur für die Geschwindigkeitsstufe erfüllen muss und wie Sie gegebenenfalls Glasfaser als Alternative einsetzen. Wir legen dabei den Fokus speziell auf kleine Büros und Heimanwender (SOHO: Small Office, Home Office). Den Weg zur passenden Hardware ebnen unsere Kaufberatung für 10G-fähige Komponenten und der Vergleichstest von USB-10GE-Adaptern.
Ob ein 10-Gigabit-Netzwerk für Sie Sinn ergibt, hängt von den Anwendungen ab, die Sie nutzen, und von der Hardware, die Sie bereits besitzen. Der Grund, weshalb es so lange gedauert hat, bis sich eine neue Geschwindigkeitsstufe bei Kupfer-Ethernet-Anschlüssen durchzusetzen begann, ist relativ simpel: Die meisten Anwendungen auf Geräten im heimischen Umfeld und an typischen Büroarbeitsplätzen kommen problemlos mit Gigabit-Ethernet klar – also einer Datenrate von etwa 110 MByte pro Sekunde. Surfen, Webanwendungen und Gaming liegen im Bereich von wenigen Hundert Kilobit bis einigen Megabit pro Sekunde und profitieren mehr von geringer Latenz als von hoher Datenrate; Videostreaming benötigt bis zu 30, seltener mal 50 Mbit/s und die Urlaubsvideos und -fotos kann man mit rund 110 MByte pro Sekunde in akzeptabler Zeit auf den Netzwerkspeicher (NAS) sichern.
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