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Wearables: Smartwatches und Tracker ohne Display legen zu
von Oliver Posselt
5. Sep. 2026 |
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Smartwatches und Fitnessarmbänder erfassen Gesundheits- und Trainingsdaten direkt am Handgelenk. Laut aktuellen Schätzungen von Omdia wurden im zweiten Quartal 2026 weltweit zwar 2 Prozent weniger dieser Wearables ausgeliefert, innerhalb des Marktes entwickeln sich die Kategorien aber sehr unterschiedlich.
Smartwatches legten gegenüber dem Vorjahresquartal um 6 Prozent zu. Gefragt sind laut Omdia vor allem höherpreisige Sportuhren, die genauere Trainingsdaten, längere Akkulaufzeiten und Auswertungen für Aktivitäten wie Laufen oder Radfahren bieten.
Apple bleibt in diesem Segment mit einem weltweiten Marktanteil von 46 Prozent deutlich vorn. Garmin konnte auf 15 Prozent zulegen und liegt damit ungefähr auf dem Niveau von Samsung, das den zweiten Platz knapp behauptet. Garmin profitiert dabei unter anderem von seiner breiter aufgestellten Forerunner-Reihe.
Bei den klassischen Fitnessarmbändern gingen die Auslieferungen insgesamt um 9 Prozent zurück, einfache Uhren verloren 3 Prozent. Interessant ist allerdings eine Unterkategorie. Tracker ohne Display kamen im Quartal bereits auf mehr als 15 Prozent der ausgelieferten Fitnessarmbänder. Mit Google Fitbit Air und Garmin Cirqa gibt es hier neue Konkurrenz für Anbieter wie WHOOP. Solche Geräte sollen möglichst unauffällig rund um die Uhr getragen werden, die Auswertung übernimmt das Smartphone.
Über alle Wearable-Kategorien hinweg lag Huawei mit 18 Prozent Marktanteil vorn, nach 17 Prozent im Vorjahresquartal. Dazu beigetragen haben laut Omdia das breitere Portfolio und die internationale Einführung einer Kinder-Smartwatch mit Mobilfunk.
Der Markt bewegt sich damit stärker in zwei Richtungen: entweder möglichst schlichte Tracker ohne Bildschirm oder umfangreiche Sportuhren. Einfache Uhren und Smartwatches der Mittelklasse geraten dazwischen unter Druck. Gleichzeitig dürften steigende Kosten für Speicher die Preise weiter nach oben treiben. Samsung hat seine Galaxy-Watch-Serie bereits verteuert, auch bei einigen Sportuhren gab es entsprechende Schritte. Hersteller müssen also zunehmend erklären, warum bessere Analysen, Akkulaufzeit und Ökosystem-Anbindung den Aufpreis wert sind.
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