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Xbox Cloud Gaming: Darum gibt es jetzt strenge Zeitlimits im Game Pass
Ein Insider-Bericht offenbart, warum Microsoft die Spielzeit für Abonnenten radikal limitiert. Ab 15 Stunden wirft das Streaming offenbar keinen Profit mehr ab.
Ein neuer Bericht legt nahe, dass Xbox die Nutzung von Cloud Gaming für Abonnenten des Game Pass Ultimate auf 15 Stunden begrenzt hat. Der Grund: Ab diesem Punkt wirft der Service offenbar keinen Gewinn mehr ab.
Xbox hat in dieser Woche harte monatliche Zeitlimits für seinen Cloud-Gaming-Service angekündigt. Diese Beschränkungen betreffen alle drei Stufen des Xbox Game Pass. Nutzer von Game Pass Essential können künftig nur noch fünf Stunden pro Monat über die Cloud streamen. Premium-Abonnenten erhalten zehn Stunden, während Ultimate-User auf 15 Stunden pro Monat kommen.
Laut Windows Central greift Microsoft hier nicht einfach willkürlich durch. Die Seite beruft sich auf anonyme Quellen innerhalb des Unternehmens. Demnach markiert das Limit genau die Gewinnschwelle von Microsoft. Jede weitere Stunde Nutzung kostet den Konzern schlichtweg Geld.
Windows Central bringt diesen Kostendruck mit einem allgemeinen Engpass beim Server-Speicher in Verbindung. Dieser resultiert aus Microsofts massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz. Die Kapazitäten von Azure werden zunehmend für KI-Aufgaben priorisiert und fehlen somit beim Game-Streaming. Der Bericht ordnet die neuen Limits in einen breiteren Sparkurs bei Xbox ein. Dazu passen auch die jüngsten Entlassungen und eingestellten Projekte. Die gesamte Sparte steht nämlich massiv unter Druck, höhere Gewinne einzufahren.
Azure ist Microsofts globale Cloud-Computing-Plattform. Sie stellt nicht nur die Serverstruktur für Xbox Cloud Gaming bereit, sondern befeuert auch die rasant wachsenden KI-Projekte des Konzerns, was zunehmend zu harten internen Ressourcenkämpfen führt.
Wie unser Kollege Connor bereits diese Woche berichtete, zeigt ein Statista-Bericht aus dem Jahr 2025 klare Zahlen zum Spielverhalten. Demnach verbrachten US-Gamer durchschnittlich 9,5 Stunden pro Woche mit Videospielen. In Großbritannien waren es 6,38 Stunden. Der weltweite Durchschnitt lag bei 6,56 Stunden pro Woche.
Obwohl Xbox seine Cloud-Gaming-Pläne aktuell zurückschraubt und der Ausbau von KI-Rechenzentren scheinbar endlose Probleme verursacht, glauben die Branchenriesen weiterhin fest an das Potenzial von Cloud Gaming.
Take-Two-CEO Strauss Zelnick betonte kürzlich in einem Finanzbericht, dass wir in etwa „drei Jahren“ wohl alle unsere Spiele streamen werden. Parallel dazu startete Xbox in seinen Insider-Programmen einen Testlauf für werbefinanziertes Game-Streaming. All das passiert mitten in einer handfesten Hardware-Krise: Die Preise für Konsolen und Gaming-PCs schießen durch die Decke und werden für viele schlichtweg unbezahlbar. Trotz aktueller Hürden könnte Streaming in Zukunft für viele Spieler also die einzige bezahlbare Option bleiben.