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Winmau Autodarts ausprobiert: Wie diese smarte KI euch endlich vom lästigen Kopfrechnen befreit
Ein smartes Kamerasystem erfasst eure Würfe millimetergenau und findet weltweit passende Gegner. Wir haben die smarte Zielscheibe für euch getestet.
Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. Den Termin bei Winmau Autodarts hätte ich sicher nicht von mir aus vereinbart, schließlich ist Dart für mich etwas, das man nach dem zweiten Pint in einem Pub spielt und sicher keine KI braucht. Und nein, brauchen tut es das nicht, aber es kann eine Option sein, wie ich jetzt lernte. Vor allem, wenn man Punkte zählen möchte. Autodarts-Technologie-Chef Timo Nolle dazu:
Ein smartes Dart-System aus App (Autodarts Lens) und Hardware (Autodarts X). Es nutzt KI zur automatischen Punkteerfassung und bietet globales Matchmaking. Das Basis-Setup per Handy ist gratis, die unlimitierte Pro-Version kostet rund 7 Euro im Monat.
"Darts macht natürlich auch so sehr viel Spaß, aber man muss eben gut im Kopf mitrechnen können. Das ist für viele Einsteiger oft abschreckend. Ich glaube, wir verlieren gerade in Deutschland viele echte Talente genau wegen dieser Einstiegshürde. Wenn man beispielsweise in einen Verein geht, sagen einem die Alteingesessenen oft: „Du musst erst rechnen können, bevor du spielen darfst.“ Das sehe ich anders. Man sollte erst einmal das Spiel an sich genießen können. Wir nehmen diesen Zwang zum Kopfrechnen einfach heraus – mit Autoscoring, dem Autodarts X und Autodarts Lens, das direkt über das Smartphone funktioniert. So möchten wir die nächste Generation von Dartspielern fördern und verhindern, dass Talente ungenutzt bleiben."
Das Konzept ist simpel: Dart ist lustig, aber man hat entweder nicht immer Mitspieler zur Hand oder nicht die mit dem richtigen Level an Können, was ungefähr dem eigenen entspricht. Letzteres wird spannend, wenn man dann die Sache etwas ernster angehen und trainieren möchte. Hier kommt dann Winmau Autodarts X ins Spiel. Ihr nehmt eine handelsübliche Turnier-Dartscheibe, ein Set Pfeile eurer Wahl und sucht euch ein Plätzchen in der Behausung, wo ihr den Platz für diese Dinge habt. Und das war es auch schon.
Timo Nolle ist Technologie-Chef hinter Autodarts. Er promovierte in Informatik mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz. Die Idee zum Autoscoring-System entwickelte er während der Corona-Pandemie, um digital ohne manuelles Eintippen weiterspielen zu können.
In seiner einfachsten Form ist Winmau eine Dartscheibe, ein Handy auf einem Ständer, das auf diese Scheibe ausgerichtet ist und die App. Genug Licht sollte auch da sein, damit die Kamera erkennen kann, wo die Pfeile landen. Das war es. In der App könnt ihr jetzt mit Freunden sonstwo auf der Welt spielen oder allein Punkte sammeln und erfassen. Ist jetzt nicht ganz so spektakulär und die Erkennung ist je nach Handy, Licht und Kamera gut, aber nicht perfekt. Trotzdem, für ein wenig Herumprobieren und Spaß haben reicht das schon aus. Timo Nolle sieht den Spaß von Darts im Pub nicht anders, aber als vor ein paar Jahren eine Pandemie dazwischenkam, begann er mit der Arbeit an Autodarts:
"Die Idee zu Autodarts kam mir zu Beginn der Corona-Pandemie. Mein Kumpel und ich konnten uns nicht mehr im Pub treffen, um Darts zu spielen. Also dachte ich mir: Ich muss etwas entwickeln, damit wir online weiterspielen können – auf Darts verzichten wollten wir schließlich nicht. Ich merkte jedoch schnell, dass ich keine Lust hatte, die Ergebnisse nach jedem Wurf mühsam einzutippen. Da ich in Informatik im Bereich Künstliche Intelligenz promoviert habe, dachte ich mir: „Wie schwer kann das schon sein?“ Es hat sich dann doch als relativ komplex herausgestellt. Aber als der Algorithmus das erste Mal funktionierte und die Darts automatisch auf dem Board erkannte, wusste ich: Das ist es. Das braucht jeder Dartspieler."
Die richtige Technik von Autodarts X kommt ins Spiel, wenn ihr etwa 600 Euro ausgebt. Dafür bekommt ihr ein Polster um die Dartscheibe herum, einen Ring mit vier Kameras, die die Scheibe exakt im Blick haben, und eine Matte für den Boden mit ein