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Minispiele aus dem Weißen Haus lassen Trump-Fans im Browser Migranten einfangen
Fünf Minispiele im klassischen Tetris- und Snake-Stil verbreiten die Trump-Agenda. Die Tetris-Company verweist auf mögliche Urheberrechtsverletzungen.
Auf den Webseiten des Weißen Hauses gibt es jetzt auch kleine Browser-Spiele. Dabei handelt es sich um klassische Computerspiele im 16-bit-Grafikstil, die etwa auf Tetris und Snake basieren, aber die Agenda von US-Präsident Donald Trump verbreiten. So geht es beispielsweise um den Bau einer Mauer zum Schutz der Grenze und Grenzpatrouillen zur Festnahme illegaler Einwanderer. Kritik kommt von der Opposition und der Tetris-Company. Letztere erwägt offenbar rechtliche Schritte wegen Urheberrechtsverletzungen.
Denn das vom Weißen Haus propagierte Minispiel „Build the Wall“ ist zweifellos eine Version von Tetris, einem der erfolgreichsten Puzzle-Computerspiele aller Zeiten. Hier lautet das Motto: „Beschütze die Grenze vor der kommenden Horde“. Der Bau einer Mauer widerspricht allerdings dem eigentlichen Sinn des Spiels, schließlich müssen die Steine durch geschicktes Platzieren entfernt und nicht aufstapelt werden.
In einem Beitrag auf Instagram erklärt die Tetris-Company, nicht an der Entwicklung dieses unter Arcade.gov erreichbaren Spiels beteiligt gewesen zu sein. Zudem heißt es dort: „Wir nehmen Urheberrechtsverletzungen sehr ernst“. Grundsätzlich distanziert sich die Firma von der Prämisse dieses Tetris-Klons: „Bei Tetris glauben wir an die Kraft der Verbindung und daran, Menschen zusammenzubringen und nicht zu spalten.“
Das Weiße Haus propagiert den Kampf gegen illegale Einwanderung auch mit dem Spiel „Rio Run“. Dabei handelt es sich um eine Version des klassischen Snake-Spiels für Mobilgeräte, allerdings als „Grenzpatrouille entlang des Rio Grande“. Hier sollen die Spieler jeden einfangen, der den Fluß überquert und damit die Grenze zwischen den USA und Mexiko angeblich widerrechtlich überschritten hat.
"Diese Regierung konzentriert sich auf Möglichkeiten zur Innovation und erzählt die Geschichte der vielen Errungenschaften des Präsidenten auf eine Art und Weise, die bei jedem Amerikaner Anklang findet", erklärte das Weiße Haus auf Nachfrage von ABC News. „Der Präsident erringt im Namen der amerikanischen Öffentlichkeit weiterhin einen Sieg nach dem anderen, während Gegner seiner Agenda ihre Erfolge bei der Erhöhung von Steuern und der Stärkung krimineller illegaler Einwanderer verteidigen“, heißt es von offizieller Seite weiter. „Dies ist ein Versuch, den Kontrast zwischen einer Kultur des Spaßes und des Gewinnens und der dunklen sozialistischen Vision der Demokraten für Amerika weiter zu verstärken.“
Ob die US-Regierung eine externe Firma für die Entwicklung dieser Spiele beauftragt hat und ob für dieses Projekt Steuergelder verwendet wurden, verschweigt das Weiße Haus trotz mehrerer Nachfragen bislang. Die demokratische Opposition übt trotzdem scharfe Kritik. „Anstatt Richtlinien zu entwickeln, die den Menschen tatsächlich helfen, hat das Weiße Haus einfach Arcade-Spiele eingeführt“, schreibt die demokratische Abgeordnete Jasmine Crockett bei Instagram. „Sie müssen weniger Zeit mit Spielen und mehr Zeit mit dem Regieren verbringen. Die Leute brauchen erschwingliche Lebensmittel, keine Spiele.“
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