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Satelliteninternet für Handys: Telekom spricht mit Vodafone, Orange, Telefónica
Die EU will Starlink-Alternativen fördern und ihnen Spektrum für Satelliteninternet auf Smartphones reservieren. Darum könnte ein mächtiges Konsortium bieten.
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Mit der Deutschen Telekom, Orange, Vodafone und Telefónica planen vier der größten Mobilfunkprovider Europas laut Bloomberg eine Kooperation, um zusammen Mobilgeräte auf dem Kontinent direkt mit Satelliteninternet zu versorgen. Ziel der Gespräche, die sich derzeit noch in einem frühen Stadium befinden würden, sei ein Joint Venture, das um Frequenzen mitbieten würde, die die Europäische Union für heimische Provider reservieren will. Damit könnte das Konsortium auf dem europäischen Markt zu jenem mächtigen Konkurrenten von Starlink werden, den die EU explizit fördern will. Noch sei aber keine abschließende Entscheidung getroffen, keiner der beteiligten Provider hat den Bericht kommentiert.
Mit den Verhandlungen reagieren die Konzerne auf Pläne der EU, die Starlink regelrecht ausbooten will: Nachdem im Mai 2027 das bisherige Frequenzregime für das Satellitenband bei 2 Gigahertz endet, das für mobile Satellitenanwendungen reserviert ist, soll das neu aufgeteilt werden. Ein Drittel des Frequenzspektrums zwischen 1980 und 2010 sowie 2170 und 2200 Megahertz soll künftig für Behördenkommunikation reserviert werden und mit dem geplanten IRIS²-Projekt zusammenarbeiten. Die verbleibenden zwei Drittel sollen hälftig auf EU-Anbieter und Anbieter aufgeteilt werden, die aus der EU oder dem Rest der Welt kommen können. Für das erstere wollen die Provider nun kooperieren, schreibt Bloomberg.
Weitergehende Details zu den Verhandlungen nennt Bloomberg nicht, der Finanznachrichtendienst weist aber darauf hin, dass Vodafone aus Großbritannien und damit nicht der EU kommt. Der Provider betreibt bereits ein Joint Venture mit dem Satellitenunternehmen AST SpaceMobile aus den USA. Das könnte demnach nur um jenes Drittel des Spektrums mitbieten, das Konzernen aus Nicht-EU-Staaten offensteht. Durch die Kooperation mit der Deutschen Telekom, mit Orange (aus Frankreich) und Telefónica (aus Spanien) könnte der Konzern versuchen, doch Zugang zu jenem Teil des Spektrums zu bekommen, der nur EU-Anbietern offenstehen soll. Wie genau das funktionieren könnte, ist aber offen.
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