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US-Militär testet Quantensensoren für Flugnavigation ohne GPS über Pazifik
Die DIU hat das MagNav-System von Honeywell Aerospace bei einem Testflug über dem Pazifik erprobt. Das Navigationssystem kommt gänzlich ohne GPS aus.
Die DIU verwendete zum Test eine Embraer 170 als Testflugzeug.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Die Defense Innovation Unit (DIU), eine Entwicklungsschmiede des US-Verteidigungsministeriums, hat im Rahmen des MagNav-Programms über dem Pazifik ein Flugnavigationssystem auf Basis von Quantensensoren getestet. Das teilte die DIU am Freitag mit. Damit lässt sich die Position präzise bestimmen, ohne auf GPS angewiesen zu sein, etwa wenn dieses in militärischen Auseinandersetzungen vom Gegner gestört wird, das GPS-Signal ausfällt oder nicht empfangen werden kann.
Das von Honeywell Aerospace entwickelte MagNav-System verwendet Quantensensoren. Mit ihnen werden Veränderungen im natürlichen Erdmagnetfeld erfasst und aus den Messungen eine Magnetfeldkarte erstellt. Anhand dieser Karte kann das System in Flugzeugen die Position gänzlich unabhängig von GPS-Signalen, Wetter und Sichtverhältnissen bestimmen.
Die DIU gibt an, dass es nur wenige Monate von der Problemanalyse über die Ausschreibung bis hin zum Prototypenbau gedauert habe, das System zu entwickeln. Das MagNav-Programm der DIU existiert allerdings schon seit Frühjahr 2024. 72 Unternehmen reichten im Rahmen des Programms ihre Bewerbungen für die Entwicklung eines kommerziellen MagNav-Systems ein. Die DIU wählte aus den Bewerbern Honeywell Aerospace aus, um die Entwicklung voranzutreiben.
Eingesetzt hat die DIU das MagNav-System in dem zweistrahligen Kurzstrecken-Jet Embraer 170 auf einem 4 Stunden und 23 Minuten andauernden Flug von Seattles Puget Sound nach Südalaska und wieder zurück. Bei dem Flug über den Pazifik wurden die Navigationsdaten auf herkömmliche Tablets an die Piloten übertragen, komplizierte Anpassungen im Cockpit des Flugzeugs waren dazu nicht nötig. Die Navigation mit dem MagNav-System erwies sich als äußerst präzise. Herkömmliche Navigations-Backup-Systeme erfassen mit internen Daten etwa die Landstruktur, die überflogen wird, um ohne GPS die Position bestimmen zu können. Solche Systeme arbeiten jedoch ungenau und funktionieren über strukturlosen Gebieten wie etwa Meeren nur eingeschränkt. Das MagNav-System soll dagegen eine 89 Prozent bessere Positionsgenauigkeit liefern.
Die DIU und Honeywell Aerospace beabsichtigen, noch in diesem Jahr ein MagNav-System in eine US-Transportmaschine des Typs C-17 Globemaster III zu installieren. Damit sollen dann praxisnahe Tests erfolgen und die Leistungsfähigkeit der MagNav-Technik für militärische Einsätze ermittelt werden.
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