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Mobile Gaming mit KI-Boost: ARM bringt PC-Techniken auf Smartphones und Tablets
von André Westphal
8. Sep. 2026 |
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ARM will Mobile Gaming auf die nächste Stufe heben. So hat man seinen neuen Grafikchip Mali G2-Ultra NX vorgestellt. Die GPU wird Teil von kommenden SoCs für Smartphones und Tablets sein, welche Partner entwickeln. Dabei verspricht das Unternehmen zahlreiche Optimierungen und Techniken, die euch aus dem PC-Bereich bekannt vorkommen könnten. Ray-Tracing ist natürlich weiterhin dabei und wird durch die dritte Generation von Ray-Tracing-Units möglich. Doch dazu kommen weitere Features.
So haben Techniken wie KI-Upscaling, das etwa fester Bestandteil von Nvidias DLSS ist, gerade im Mobile Gaming Potenzial. Denn dort geht es auch stark um Effizienz. Eine Verringerung der gerenderten Auflösung kann da enorm hilfreich sein. Zumal die Auflösungsunterschiede auf einem kleinen Smartphone-Screen viel weniger auffallen als auf einem großen TV-Bildschirm. So spricht dann auch ARM von der Einführung von Neural Graphics, um Details per Upscaling zu rekonstruieren oder künstliche Frames zu generieren.
ARM vermarktet die Mali G2-Ultra NX daher auch als erste "KI-native Mali-GPU". Sie integriert die neuronale KI-Beschleunigung direkt in die Grafik-Pipeline. Die entsprechenden Beschleuniger sind direkt in die Shader-Cores integriert. ARMs Alternative zu DLSS nennt sich dabei Neural Super Sampling (NSS) und sorgt für das Upscaling. Neural Frame Rate Upscaling (NFRU) wiederum ist im Grunde das Pendant zu MFG, das künstliche KI-Zwischenbilder generiert, um die Framerate zu erhöhen.
Dazu gesellt sich schließlich das Neural Super Sampling und Denoising (NSSD). Das ist im Grunde eine Art Pendant zu Nvidias Ray-Reconstruction und soll die Bildqualität beim Ray-Tracing verbessern. ARM verspricht durch die Kombination der Techniken eine bis zu 4x höhere Leistungseffizienz bei bis zu 70 % niedrigerer Speicherbelastung als bei nativer Berechnung.
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Die Mali G2-Ultra NX führt zudem eine neue Execution-Engine ein, welche für moderne, komplexe Grafik-Workloads gedacht ist. Gegenüber der vorherigen GPU-Generation will ARM in Benchmarks Leistungssprünge von 24 % erreicht haben und immer noch 14 %, wenn man ohne KI-Gaming-Kniff arbeitet.
Laut ARM werdet ihr als Kunden voraussichtlich ab 2028 etwas von den Techniken haben, wenn die neuen Grafikchips auch in Europa in ersten Smartphones und Tablets werkeln. Allerdings könnten sie laut dem Hersteller auch in Chromebooks landen. Zu bedenken ist bei allem KI-Rummel von ARM, dass z. B. eine Erhöhung der Framerate durch Zwischenbilder immer so eine Sache ist. Denn die visuelle Darstellung wirkt dann flüssiger, das Spielgefühl aber nicht, weil die Eingabeverzögerung hoch bleibt.
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