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Lismio: Hörbuch-Plattform stellt den Betrieb ein
von Carsten Knobloch
8. Sep. 2026 |
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Die Plattform Lismio zieht den Stecker. Zum 1. Oktober 2026 wird der Dienst komplett eingestellt und die Web-App sowie die Plattform werden ab diesem Tag nicht mehr erreichbar sein. Wer dort eigene Sammlungen und Playlists gepflegt hat, muss also umdenken.
Zur Erinnerung für diejenigen, die den Dienst nicht mehr ganz auf dem Schirm haben: Lismio startete ursprünglich im Jahr 2014 unter dem Namen Spooks. Entwickelt von der Berliner Zebralution GmbH, schloss die Anwendung damals eine echte Lücke.
Spotify und andere Streamingdienste taten sich enorm schwer damit, Hörbücher und Hörspiele vernünftig zu strukturieren, Kapitel sauber abzuspeichern oder Lesezeichen zu setzen. Spooks fungierte quasi als praktischer Aufsatz, dockte an das bestehende Streaming-Konto an und brachte Ordnung in das Chaos. Später kamen weitere Dienste wie Apple Music, Deezer und Napster hinzu, bevor das Ganze im Frühjahr 2021 im Zuge der internationalen Ausrichtung in Lismio umbenannt wurde. Schon da hatte man stark nachgelassen.
Nun ist also im Herbst Schluss. Die Betreiber bieten Nutzern jedoch eine Möglichkeit an, ihre gespeicherten Sammlungen zur Hörbuch-App Fabely umzuziehen. Ein automatischer Datenabgleich erfolgt aus Datenschutzgründen nicht, der Umzug ist freiwillig. Wer seine Sammlungen mitnehmen möchte, muss in seinem Lismio-Profil eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegt haben und sich anschließend mit genau derselben Adresse bei Fabely registrieren. Weitere Details zum Ablauf will das Team in Kürze auf der Startseite von Lismio veröffentlichen.
Übrigens: Ich nutze unter iOS die Hörspielzentrale. Die setzt aber Apple Music voraus. Wie schaut das bei euch aus, was nutzt ihr? Gefragt sind damit nicht nur die iOS-Nutzer...
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