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Meta Platforms bringt persönlichen KI-Agenten „Muse“ für alltägliche Aufgaben
Die einfach zu bedienende „Muse“ kann E-Mails bearbeiten und online einkaufen. Dazu müssen Nutzer mehr Daten als je zuvor preisgeben, zunächst nur in den USA.
Meta Platforms hat seinen ersten KI-Agenten für alle eingeführt. „Muse“ soll als privater KI-Agent von jedermann einfach zu bedienen sein und kann alltägliche Aufgaben wie E-Mails und Online-Bestellungen übernehmen. Dabei sollen Nutzer jederzeit die Kontrolle behalten, aber als KI-Agent benötigt Muse weitreichenden Zugriff auf persönliche Daten. Entsprechende Bedenken will der Facebook-Konzern mit einem auf Virtualisierung basierenden Sicherheitskonzept ausräumen. Muse ist kostenfrei nutzbar, aber bislang nur in den USA verfügbar.
Der KI-Agent Muse nutzt das gerade erst freigegeben KI-Modell Muse Spark 1.3, mit dem Meta zu Spitzenmodellen aufschließt und das im Verhältnis von Leistung und Kosten besonders effizient ist. Während das Vorgängermodell Muse Spark 1.2 gezielt auf Coding und langwierige Programmieraufgaben ausgerichtet ist, soll Spark 1.3 diese Fähigkeiten ausbauen und zugleich allgemeine agentische Aufgaben zuverlässiger bewältigen. Der persönliche KI-Agent Muse ist der erste Anwendungsfall für Privatnutzer.
Muse soll mehr als Fragen beantworten und Vorschläge unterbreiten wie ein Chatbot, sondern auch tatsächlich tätig werden, betont Meta Platforms. Der KI-Agent kann demnach nicht nur E-Mails lesen, sondern auch eigene schreiben und verschicken, aber auch Reisen buchen und Sachen online kaufen oder sogar verkaufen. Dabei soll jedoch vor jeder Tätigkeit eine Bestätigung des Nutzers eingeholt werden. Wie ein moderner Chatbot erinnert sich Muse an vergangene Aufgaben und kann auf dieser Basis selbstständig Hinweise geben, etwa beim Zusammenstellen einer Einkaufsliste.
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Dazu benötigt Muse Zugriff nicht nur auf verschiedene Apps, sondern auch auf persönliche Daten des Nutzers wie Zugangsdaten und Zahlungskarten. Meta Platforms verspricht, dass diese Daten durch ein Virtualisierungskonzept geschützt sind. Denn jeder KI-Agent jedes Anwenders läuft demnach in einer eigenen VM (Virtuelle Maschine) in der Cloud, sodass die Daten von anderen separiert sind. Zudem gibt es einen Sentinel-Agenten (Wächter) innerhalb der VM, der die Tätigkeiten des KI-Agenten wie den Internetzugriff abnicken muss und den Nutzer um Erlaubnis fragt, wenn dies erforderlich ist.
Kennwörter und Zahlungsdaten werden laut Meta in einem sicheren Speicher verwahrt, sodass der KI-Agent keinen Zugriff darauf besitzt. Neben den Bestätigungen des Nutzers für bestimmte Aktionen können Anwender Zugriffe auch einschränken, sodass Muse E-Mails etwa nur lesen, aber nicht versenden kann. Jede Tätigkeit des KI-Agenten wird protokolliert, um etwaige Probleme nachvollziehen zu können. Nutzer können den KI-Agenten auch anweisen, bestimmte Erinnerungen zu löschen. Meta verspricht zudem, dass Muse die Konversationen mit dem Nutzer nicht mit dem Werbesystem teilt. Anwender können auch ablehnen, dass die Muse-Interaktionen für das KI-Training genutzt werden.
Trotzdem bleiben natürlich Datenschutzbedenken angesichts vergangener Vorfälle beim Facebook-Konzern. 2022 hat Meta beim Skandal um Cambridge Analytica 725 Millionen US-Dollar in einem Vergleich gezahlt, weil Facebook-Daten von der Beratungsfirma unrechtmäßig genutzt wurden. Und 2019 gab es 5 Milliarden US-Dollar Strafe für Facebook, weil der Datenkonzern Datenschutz-Verpflichtungen nicht ernst genommen hat. Trotzdem werden die Social-Media-Plattformen Metas weiter von Milliarden Menschen genutzt.
Das will der Konzern mit Muse ausbauen und setzt dafür auf einen personalisierbaren KI-Agenten. Nutzer können ihm einen eigenen Namen geben, desse