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Aufnahmeprogramme für Afghanen: Erneut Geld für Ausstieg geboten
Die Bundesregierung bietet gefährdeten Afghaninnen und Afghanen in Pakistan erneut Geld für den Ausstieg aus Aufnahmeprogrammen. Familien, die nicht annehmen, könnten die deutsche Unterstützung in wenigen Tagen verlieren.
Bis Ende des vergangenen Jahres wollte die Bundesregierung die verschiedenen Aufnahmeprogramme für gefährdete Afghaninnen und Afghanen abgewickelt haben. Acht Monate später ist das noch immer nicht gelungen.
Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios bietet das Bundesinnenministerium Betroffenen nun wieder Geld an, wenn sie im Gegenzug das Aufnahmeprogramm verlassen. Das war im vergangenen November schon einmal geschehen.
Exklusiv
04.11.2025
Die Bundesregierung versucht nach Informationen der ARD mit Geldzahlungen Afghanen dazu zu bewegen, auf Aufnahmezusagen zu verzichten.
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Das Bundesinnenministerium bestätigt auf Anfrage, dass erneut ein Angebot "für eine operative und finanzielle Unterstützung" gemacht werde - für eine Rückkehr nach Afghanistan oder Weiterreise in einen Drittstaat. In der Vergangenheit hätten 326 Personen das Angebot angenommen.
Es geht dabei um Menschen, die Aufnahmezusagen hatten nach der Menschenrechtsliste, dem Überbrückungsprogramm und dem Ortskräfteverfahren. Zusagen nach diesen Programmen gelten als rechtlich nicht verbindlich und können aufgehoben werden.
Die schwarz-rote Koalition will diese Zusagen von Vorgängerregierungen nicht erfüllen. Sie hatte dem Koalitionsvertrag entsprechend entschieden, im Regelfall an der Aufnahme dieser Menschen kein politisches Interesse mehr zu haben.
Zusagen nach dem später aufgelegten Bundesaufnahmeprogramm sind dagegen rechtlich verbindlich - vorausgesetzt, es bestehen keine Sicherheitsbedenken gegen die Aufnahme.
FAQ
18.12.2025