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Chinesische Speicherhersteller horten angeblich ASML-Systeme
CXMT und YMTC sollen bereits genügend Lithografie-Systeme haben, um ihre Ausbaupläne der nächsten Jahre abzudecken.
ASMLs Lithografie-System Twinscan NXT:1980Di, das chinesische Chiphersteller kaufen dürfen.
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Chinesische Chiphersteller haben sich offenbar mit Lithografie-Systemen des niederländischen Weltmarktführers ASML eingedeckt. CXMT und YMTC etwa sollen genügend Systeme für ihre Produktionserweiterungen in den nächsten drei Jahren gekauft haben.
Darüber berichtet die Financial Times anhand eigener Quellen. In Anbetracht der Ambitionen ist das erheblich: YMTC ist Chinas größter Hersteller von NAND-Flash, etwa für SSDs, mit einem heutigen weltweiten Marktanteil von 14 Prozent. Über die nächsten Jahre will die Firma die Produktion verdoppeln und so zum Weltmarktführer für NAND-Flash werden.
Ähnlich stark will CXMT wachsen. Die Firma stellt Dynamic Random Access Memory (DRAM) her, darunter DDR5- und LPDDR6-Arbeitsspeicher. Der weltweite Marktanteil soll heute bei etwa zehn Prozent liegen.
ASML darf aufgrund von Exporteinschränkungen nur ältere Lithografie-Systeme mit tief-ultravioletter Lichtquelle (Deep Ultraviolet, DUV) nach China verkaufen. Dazu zählt der Twinscan NXT:1980Di aus dem Jahr 2015. Modernere Modelle mit extrem-ultravioletter Lichtquelle (EUV) sind für China seit deren Einführung tabu.
Ebenso profitiert China nicht von Weiterentwicklungen bei DUV-Systemen. Neue Generationen belichten schneller und richten Wafer auf wenige Atome genau aus. Das würde bei den Mehrfachbelichtungen helfen, auf die chinesische Chiphersteller bei ihren aktuellen Fertigungsprozessen angewiesen sind.
Allein in den vergangenen vier Quartalen hat ASML Lithografie-Systeme im Wert von rund 7,2 Milliarden Euro nach China geliefert. Davor waren die Summen noch höher, mit teilweise über zwei Milliarden Euro pro Quartal. DUV-Systeme, wie chinesische Firmen sie kaufen, sollen bis zu 60 Millionen Euro pro Stück kosten.
Huawei führt derweil mutmaßliche Bemühungen an, um China von Zulieferern wie ASML unabhängig zu machen. Hieß es im Juli noch, Aishengna und Yuliangsheng würden dieses Jahr fünf eigene DUV-Systeme produzieren, sollen es laut Financial Times inzwischen zwölf werden.