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Post zum Freitag: Die irrationale deutsche Angst vor Klimaanlagen muss verschwinden!
40 Grad sind kaum auszuhalten. Trotzdem hält sich in Deutschland hartnäckig eine irrationale Angst vor Klimaanlagen – mit fatalen Folgen für die Schwächsten.
Nach einer anstrengenden Hitzewoche liegt der Höhepunkt noch vor uns: In manchen Teilen Deutschlands soll es am Wochenende über 40 °C werden. Das ist schon für junge, gesunde Menschen schwer zu ertragen – egal ob draußen oder drinnen. Ganz besonders leiden beispielsweise alte und kranke Menschen, die in unklimatisierten Pflegeheimen sitzen und mit einem Ventilator versuchen, irgendwie über die Zeit zu kommen. Ich frage mich: Wieso wird das einfach so akzeptiert – insbesondere bei Pflegeheimen mit teils astronomischen Kosten für einen Platz? Und dabei gibt es internationale Studien, die zeigen, dass in Alten- und Pflegeheimen mit Klimaanlagen weniger Menschen an extrem heißen Tagen sterben als in solchen ohne.
Nochmal: Wieso wird das hierzulande einfach so akzeptiert? Woher kommt diese irrationale, technikfeindliche Angst vor Klimaanlagen? In zahlreichen anderen, auch ärmeren Ländern ist Klimatisierung etwas völlig Normales und die Menschen sterben nicht an kühler Zugluft. Meine brasilianische Schwägerin kann es immer noch nicht fassen, dass in Deutschland weder Krankenhäuser noch Altenheime flächendeckend klimatisiert sind, während sie die Berichte über die europäische Hitzewelle verfolgt.
Viel dieser deutschen irrationalen Angst hat mit Unwissen zu tun. Es gibt gerade bei Klimaanlagen eine ganze Menge Vorurteile und Mythen: sei es zur Gesundheit, Lautstärke oder zu Stromverbrauch und Kosten. Entsprechend haben wir die zwölf gängigsten Mythen aufgegriffen und entzaubert. Schicken Sie den Artikel ruhig auch an skeptische Freunde oder Bekannte – etwa über den Verschenkerlink.
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Übrigens: Während ich diese Zeilen schreibe, sind zahlreiche Klimageräte in Baumärkten und Online-Shops ausverkauft. Bei vielen Menschen ist der Leidensdruck also gerade hoch genug, um doch kurzfristig nach einer Linderung zu suchen. Die beste Lösung gegen überbordende Hitze sind die effizienten Split-Klimaanlagen, die man üblicherweise fest installiert – allerdings gibt es auch (wenige) mobile Varianten, etwa die derzeit ausverkaufte Midea PortaSplit.
Relativ unbekannt sind dagegen noch Klimaanlagen fürs Bett, auf denen man dann schläft. Sie funktionieren ähnlich wie eine Wasserkühlung: eine externe Einheit kühlt Wasser elektrisch runter und pumpt es durch einen speziellen Matratzentopper, der von Schläuchen durchzogen ist. Kollege Jan Wöbbeking bestellte sich eine solche Klimamatratze und arbeitete quasi im Schlaf an seinem Test, den Sie nun in aller Ausführlichkeit lesen können.
Nicht nur bei Klimaanlagen, sondern auch bei anderen Dauerlastgeräten schwingt immer mal wieder die latente Angst vor elektrischen Zwischenfällen mit. Wer kennt keine Geschichte von einem Bekannten, der jemanden kennt, dessen Freundes Haus wegen defekter Elektrik abgebrannt ist. Diesem Thema hat sich Kollege Clemens Gleich gewidmet und zeigt in einem höchst interessanten Artikel nicht nur häufige Probleme auf, sondern auch passende Lösungsmöglichkeiten.
Ob gut gekühlt oder nicht, viele werden das anstehende, überheiße Wochenende drinnen verbringen. Fernsehen und Gaming erhitzt (unklimatisierte) Zimmer nur noch mehr; Lesen ist also eine wattsparende, gute Idee. Falls Sie E-Book-Liebhaber sind, schauen Sie doch mal in die neue E-Reader-Marktübersicht. Mit der können Sie Ihr Wissen über aktuelle Geräte auffrischen und überlegen, ob sich für Sie vielleicht doch mal ein neuer Reader lohnt.