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Neue Ryzen-CPUs: AMD sorgt für Nachschub auf Sockel AM4 und AM5
Ohne Vorwarnung wurden zwei neue AMD-Prozessoren eingeführt. Diese gehören im Grunde aber zum alten Eisen, denn beim Ryzen 5 7500 handelt es sich um eine Zen-4-CPU der Familie Raphael für den Sockel AM5. Der Ryzen 5 5500F geht sogar auf Zen 3 aus der Vermeer-Serie zurück und landet im Sockel AM4.
Auf die neuen/alten Prozessoren, die das ohnehin schon breite Portfolio an Ryzen-Prozessoren für Desktop-Systeme ergänzen, weist unter anderem Asus mit einer Werbeanzeige hin. Die Aussage „Bereit für die neue Ryzen-Serie“ lässt auf den ersten Blick aber sicher etwas ganz anderes vermuten.
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Ready for the new Ryzen lineup. ⚡ASUS motherboards now support the AMD Ryzen™ 5 7500 on the AM5 platform and the Ryzen™ 5 5500F on the AM4 platform.#Motherboard pic.twitter.com/k9nhnzUecp
Anhand der Namen finden sich die passenden Produktseiten bei AMD, die sogleich die Spezifikationen der Modelle verraten und den 10. September als „Launch Date“ nennen.
Der Ryzen 5 7500 ähnelt wenig überraschend dem vor drei Jahren eingeführten Ryzen 5 7500F (Test), hat diesem aber eine aktive integrierte GPU voraus. Bei dieser handelt es sich um die von der Raphael-Familie bekannte schwachbrüstige Radeon mit lediglich zwei CUs. Mit sechs CPU-Kernen, 32 MB L3-Cache und 3,7 GHz Basis- sowie 5,0 GHz Boost-Takt bei 65 Watt TDP ist die Ausstattung sonst identisch zum F-Modell ohne GPU.
Beim Ryzen 5 5500F ist es zunächst genau anders herum: Dieser muss nämlich auf die integrierte GPU des Ryzen 5 5500 verzichten – das „F“ steht praktisch immer für die fehlende GPU. Allerdings unterscheidet er sich zusätzlich bei den Taktraten vom älteren Schwestermodell. Sofern sich AMD nicht vertan hat, liegt der Basistakt mit 3,0 GHz stolze 600 MHz niedriger als beim Ryzen 5 5500. Dafür soll der Turbotakt mit 4,4 GHz um 200 MHz höher liegen. Bei Cache und TDP herrscht wieder Gleichstand. Den direkten Vergleich der Spezifikationen liefert die Tabelle am Ende der Meldung.
Für Asus kommen die CPUs nicht überraschend, denn wie Stichproben der Redaktion auf den Support-Seiten des Herstellers ergaben, wurden bereits im August BIOS-Updates verteilt mit denen Ryzen 5 7500 und Ryzen 5 5500F unterstützt werden. Der offizielle Startschuss von AMD fiel aber erst jetzt.
Über Suchmaschinen lassen sich anhand der Produktnummern schon Angebote im ausländischen Online-Handel finden. Für rund 100 Euro ist der Ryzen 5 5500F bei einem Händler in Frankreich sogar bereits lieferbar. Der Ryzen 5 7500 liegt preislich bei diversen Shops bei rund 200 US-Dollar. Die genaue Preisgestaltung vor allem hierzulande bleibt aber noch abzuwarten. Der Ryzen 5 5500F müsste eigentlich etwas günstiger als der Ryzen 5 5500 (ab 80 Euro) ausfallen und der Ryzen 5 7500 etwas mehr als der Ryzen 5 7500F (ab 120 Euro) kosten.