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China 50 Jahre nach Maos Tod: Immer noch untersteht alles der Partei
50 Jahre nach dem Tod von Chinas Staatsgründer Mao Zedong ist die Volksrepublik ein kapitalistisches Land - seine Metropolen geprägt von Malls und Wolkenkratzern. Und doch kontrolliert die Kommunistische Partei weiterhin alles.
Eine Holztreppe führt hoch in den zweiten Stock zu einem Schlafzimmer. Ein Bett aus dunklem Holz steht direkt vor dem Fenster, seine Länge füllt den schmalen Raum komplett aus. An den Wänden stehen Kommoden und ein Schreibtisch mit einem Stuhl.
Hier, mitten im Jing'an-Viertel im Zentrum Shanghais wohnte Mao Zedong im Jahr 1920. Ein Jahr bevor er, ebenfalls in Shanghai, zusammen mit anderen die Kommunistische Partei Chinas gründete.
Am Ufer des Huangpu verläuft Shanghais historische Prachtpromenade. Nicht weit davon entfernt begann die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas.
Das frühere Wohnhaus des "Großen Vorsitzenden Mao", des Gründers der Volksrepublik China, ist heute umgeben von urbanem Straßenverkehr, gläsernen Hochhäusern und einem großen Einkaufszentrum mit Läden internationaler Designermarken. Hier träumte Mao einst von Planwirtschaft und einer klassenlosen Gesellschaft.
Die 24-jährige Besucherin Rui ist überrascht, ausgerechnet hier eine frühere Residenz von Mao zu finden. Andere sehen die heutige Moderne als Teil des Fortschritts. Mao wäre wahrscheinlich froh über die Bürogebäude und die wirtschaftliche Entwicklung gewesen, meint der Shanghaier Tao Weiwei, der in dem Viertel unterwegs ist.
"Shanghai ist heute zweifellos eine Stadt mit enormem Kapital. Sie unterscheidet sich wahrscheinlich von der Utopie, die Mao sich vorgestellt hat, die heutige Realität sieht jedenfalls ganz anders aus", sagt Tao. "Aber ich habe das Gefühl, dass viele seiner Ideen - einschließlich unseres derzeitigen Landes und unseres politischen Systems - nach wie vor Bestand haben." Schließlich sei China immer noch eine Volksrepublik.
Analyse
19.08.2026
Die Staatsführung würdigt ihre Verdienste - dabei hatte sie einst gefürchtet, durch die Reformen ihrer Ära die Kontrolle zu verlieren.
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50 Jahre nach seinem Tod ist Mao Zedong nach wie vor präsent. Sein Bild ziert die Geldscheine in China, Maos Porträt hängt in Peking weiterhin am Platz des Himmlischen Friedens. Sein Leichnam liegt öffentlich in einem Mausoleum im Herzen der Hauptstadt.